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justy

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Jungfrau

61

Sonntag, 22. November 2009, 22:16

RE: Schulsystem und die Alternativen

Guten Abend,

Zitat


Original von Ariane
justy, Du weisst was Zweifel bewirkt?


Ich weiß was Zweifel bei mir bewirkt. Und ich weiß was Zweifel im allgemeinen bewirkt.
Bei mir ( also wenn ich an dem was ich tue zweifle ) verursacht er Unsicherheit. Dann überprüfe ich mein tun und Handeln und meine Einstellung.
Im Allgemeinen ( z.B. Zweifel am Sinn einer Sache ) lässt mich nach Alternativen suchen, denn es gibt immer mehr als eine Lösung.
Du siehst also, " Zweifel" ich bei mir durchaus positiv hinterlegt.

Es ist gut das du mich darauf hingewiesen hast, meine Aussage ist dann wohl zu unkonkret. Darum korrigiere ich mich mal......Ich bin mir sicher, das dies ein beachtenswerter Lern-Weg für Ausnahme Schüler sein wird.

Zitat

.....dass die Leute noch nichts von diesen Möglichkeiten wissen.


Wenn ich mit dem Schulsystem unzufrieden bin, suche ich nach Alternativen, Kompromissen, mit denen ich leben kann. Ich hab´s mit meinen Kindern gemacht - da war "Internet" noch ein ganz exotisches Wort.

Einen schönen Abend noch,

Liebe Grüße Jens-Uwe
„Leben kann man nur vorwärts, das Leben verstehen, nur rückwärts.“

- Søren Kierkegaardt

Druid Dubh

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62

Donnerstag, 10. Dezember 2009, 21:18

RE: Schulsystem und die Alternativen

Auf die Gefahr hin, daß ihr mich steinigt... ich habe diesen Thread erst "jetzt" (wieder-)entdeckt.
Dieses Forum ist so groß, daß ich gar nicht so viel lesen kann, wie hier interessantes drin steht - und noch weniger schaff ich es, auch überall was hinzuschreiben, selbst wenn ich das Gefühl habe, ich hätte was zu sagen.

Schulsystem ... schwieriges Thema mit vielen vielen Ansätzen, Blickwinkeln, Problemen, aber auch Möglichkeiten.

Ich bin (noch?) nicht fest im Regelschulsystem eingebunden. Ich darf immer mal wieder ein Halbjahr an einer Berufsbildenden Schule, einer Fachhochschule, einer schulvorbereitenden "Vor-"Schule, der Volkshochschule oder im Betriebsinternen Bereich (da auch länger am Stück) unterrichten.
Ich denke, ich habe mir über die paar Jährchen die ich das mache, ein gewisses Bild gemacht, was das "Lehren" angeht.

Nebenbei studiere ich - durchaus mit dem Ziel "Lehren" zu dürfen nach deutschem Gesetz, sprich, ich habe das unsagbare Glück (Vorsicht, Ironie) an einem großangelegten Feldversuch zum Thema "Wie man die Lehre ad absurdum führt" teilnehmen zu dürfen.

Ich habe den "Stempel" aufgedrückt bekommen ein "Natural Born Teacher" zu sein. Und ich schlage mich mit Lern- und Lehrtheorien und ihrer Anwedung im "realen Lehr-/Lern-Alltag" herum.

Ich schaue also auf mindestens zwei Seiten dieses "Konglomerats" Lehren/Lernen, und ich versuche, immer das Beste für "meine" Schüler zu tun, Ihnen das Bestmögliche anzubieten, was ich anbieten kann, Chancen zu eröffnen, Möglichkeiten aufzuzeigen, und aus dem "starren System" die "menschlichste Anwendung" herauszuholen. Das ist ein Eiertanz sondergleichen.

Viele von Euren Kommentaren und Ideen zum Thema wie man das gesamte System verbessern könnte, sind sicherlich spannend - aber ich pendelte beim Lesen zwischen Schmunzeln, Nicken, Stirnrunzeln und Kopfschütteln.

Ehrlich gesprochen: Lernen beginnt nicht in der Schule, sondern "früher". Und damit meine ich nicht den Kindergarten, sondern das Umfeld in dem ein Kind aufwächst. Wenn einem Kind kein Anreiz gegeben wird, seine Umwelt zu erforschen, zu "erobern" und zu untersuchen, sondern dieser Anreiz (bewußt oder unbewußt sei mal außen vorgelassen) unterbunden wird, dann kann ich als Lehrender "später" nackig auf dem Kopf stehend von Ohrmuschel zu Ohrmuschel hüpfen, mit den Füßen Geige spielen und mit den Händen meinen Namen in die Luft schreiben - das Kind wird den Anreiz nur in minimalem Umfang "annehmen".
Ein Lernender (egal welchen Alters) hat zwei Impulse, zu lernen ... einen intrinsischen (von innen kommend) und einen extrinsisichen (von aussen kommend). Der intrinsische Impuls läßt sich am einfachsten mit Neugier übersetzen, den extrinsischen zu übersetzen ist schon schwieriger: das kann sein "Leistungsdruck" (negativ), das kann sein "Neugier wecken"(positiv), das kann sein "notwendig um Ziel zu erreichen" (hat positive und negative Aspekte).

Ein ideales Lernumfeld bietet die Freiheit, der Neugier nachzugehen, in einem Rahmen, der eine solide Grund-Denkens-Charakter-Verstehenskapazitäten-Entwicklung bietet. Für jeden Lernenden ist eine solche Umgebung anders aufgebaut. Der eine braucht dafür "nicht mehr als Bücher", der nächste braucht einen "Übersetzer", wieder ein anderer braucht "multiple Impulse aus diversen Bereichen (Haptik, Sensorik, Motorik, Visuell, Auditiv)" usw. usf.
Lerntypen gibt es so viele wie es Menschen gibt. Jeder Mensch lernt anders. Man kann sicherlich ähnliches Lernverhalten finden, und "gruppieren", aber es ist verflixt schwer, es "für alle richtig" zu machen. Vor allem dann, wenn man nicht "binnendifferenzieren" kann.

Binnendifferenzierung erfordert eine wesentlich höhere Lehrenden-Dichte. Nur dann kann ich auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Lernenden wirklich gezielt eingehen als Lehrender.
Binnendifferenzierung erfordert weiterhin ein entsprechend geschultes Lehrenden-Kontingent.
Binnendifferenzierung erfordert außerdem noch entsprechendes Material.

Das sind sicherlich drei wichtige Faktoren, wie eine Verbesserung auch an Regelschulen stattfinden könnte. Mehr Lehrende, entsprechende Schulung und entsprechendes Material.
Das Problem dabei ist, daß diese drei Faktoren teuer sind.
Mehr Lehrende = Höhere Kosten für die Bildung. Wer ist bereit, dafür zu zahlen? Ist es alleinige Aufgabe des Staates, dieses Kosten zu tragen?
"angemessene" Ausbildung der Lehrenden = Höhere Kosten. Im Durchschnitt kostet einen Studierenden ein Jahr an einer deutschen Uni derzeit ungefähr 1500 bis 2000 Euro für Studiengebühren, Bücher, Kopien, sonstiges Material PLUS Miete, Strom / Wasser, Krankenversicherung, Essen, Kleidung, "Leben", sagen wir mal großzügig ungefähr 800 Euro im Monat (und das ist knapp berechnet) 800 x 12 = 9600 Euros... macht Summa Summarum 11500 Euro. Die müssen entweder der Studierende selbst, seine Eltern, oder per BAFöG-Geld oder ein bunter Mix daraus erstmal zusammen(be)kommen. Die Regelstudienzeit eines B.A.s sind derzeit 3 Jahre, der M.Ed. den man obendrauf braucht, sind noch mal 2 ... Da es nur in den seltensten Fällen dabei bleibt, schlagen wir mal noch ein Jahr pro Studienanteil drauf, und landen bei 7 Jahren, macht dann bitte schön 80500 Euro.
Danach kommen noch mal 2 Jahre Referendariat, mit einem "Sold", der verdammig knapp bemessen ist, und dann "darf" Lehrender endlich an die Schule, als voll qualifizierter Lehrer.
Wenn jetzt angemessenere Ausbildung gefordert wird, dann _muß_ die Studienzeit sich verlängern, denn das, was da noch "dazukommt", kriegt man in die vorherige Zeit nicht mehr reingequetscht. Eine Semesterwochenstundenzahl von 30 Präsenzstunden in den Veranstaltungen, mit den dazugehörenden "Vor- und Nachbereitungs-Zeiten", summiert sich nämlich schon zu einer 60 Stunden-Woche ... Da passt ehrlich so richtig gar nix mehr rein. was das heißt, brauch ich nicht noch erwähnen, oder? Pro Jahr ungefähr 12000 Euro ...
Ach ja, da war ja noch das Material. Wenn ich als Lehrender wirklich auf alle meine "Lerntypen" eingehen will, sitze ich ganz ordentlich auf dem Schlauch, denn ich muß ja auch jeden Lerntyp das passende Material zur Verfügung stellen. Aber - das kostet Geld, oder wenigstens sehr viel Zeit. So viel Zeit, daß selbst der enthusiastischste Pädagoge /Andragoge irgendwann feststellen muß, daß der Tag nicht genug Stunden hat, selbst wenn er die Nacht mit einrechnet. Das macht kaum jemand über längere Zeit mit.

Jetzt mal ein Blickwinkel-wechsel.
Wenn ich als Lehrender vor einer Klasse stehe, die von Lernen-Müssenden gefüllt ist, denen die Idee von "Wissen erwerben" so fremd ist wie einem Schwein das Fliegen, dann (Bild siehe oben). Da kann ich versuchen, den Kontakt herzustellen, aber meine Erfahrung sagt mir: Wenn ich der erste "Lehrende" bin, hab ich im Prinzip beim Gros der Lernenden schlichtweg verloren. Bei dem/der einen oder anderen komm ich vielleicht "durch" und kann die Neugier (wieder-) erwecken, aber das ist schwierig. Ich kann mich nämlich nicht teilen. Und die "anderen" wollen/sollen/müssen ja auch "bedient" werden.

Wissensvermittlung und Lehre sind in meinen Augen zwei miteinander verknüpfte, aber doch in einigen Teilen unterschiedliche Paar Schuhe. Für mich ist Lehre mit dem Fördern von "Lernenden-Fähigkeiten" und dem (auf-)Fordern zur "Denk-Leistung" -Erbringung verbunden. Wissensvermittlung ist, so bitter es ist: stupides auswendiglernen lassen, das wenig "begreifen" beinhaltet.
Ein guter Lehrender spricht alle Ebenen seiner Lernenden an. Ermöglicht, ermuntert, und bietet den Lernenden "geschützte" Räume zum Ausprobieren an.
Die Crux ist, daß viele Lehrende heute zu Wissensvermittlern "zusammengestutzt" werden in meinen Augen, selbst wenn eigentlich "Lehren" gefragt wäre.
Wissensvermittlung, als Beispiel, ist 2 + 2 = 4 ... das kann man mit "zählbaren" Dingen machen (Bälle zum Beispiel) , und dann von da aus weitergehen, zu "Wurfspielen", die die haptische/taktile Reizung bringen: Werft XY so viele Bälle zu, daß XY 5 Bälle hat. Aufmerksamkeit, Zählen und Bewegung kombiniert ... wunderbar ...
Wißt Ihr, was nur zu oft in solchen Momenten in Klassenzimmern auszubrechen droht? Eine Mischung aus Fußballturnier, Brennball, Plumpsack, und Hamsterartigen Verhaltens. Damit erreiche ich mein Ziel, auf "allen" Ebenen zu unterrichten, definitiv nicht.

So könnte ich noch drei Seiten weiterschreiben - es bleibt bei mir ein schaler Nachgeschmack des "es ist was faul, aber es fehlen praktikable Veränderungs-Ideen" ...

ich für meinen Teil bin im Moment an einem Punkt, wo ich mich auf meine Lernenden einlasse so weit wie ich kann ... viele halten mich deswegen für etwas "seltsam", weil sie nicht nachvollziehen können, warum ich so ein Theater veranstalte und immer wieder gegen "Windmühlen" kämpfe ...
Solange ich diese Freiheit in der Lehre habe, nutze ich sie, und wünsche mir, daß es irgendwann weniger stressig ist, so zu lehren.

Bis es soweit ist, fließt noch viel Wasser den Rhein runter, und es wird immer wieder den Konflikt zwischen "idealos" und "realos" geben. Die Mischung aus beidem macht es letztenendes aus.

Aber bitte bitte bitte - wälzt nicht die gesamte Verantwortung für das "Lehren" auf die mit dem Schild "Lehrer" auf der Stirn ab - jeder von uns kann lehren, und tut es irgendwie jeden Tag. Eltern bei Kindern, Kinder bei Eltern, Kollegen untereinander, Freunde, Mannschaftskameraden, und und und ...
Stellt Euch einfach vor, wie Ihr gerne gelehrt werden würdet, und bietet Euch immer wieder an - und nehmt immer wieder an, wenn gelehrt wird.

Nachdenkliche Grüße

//Druid Dubh (a.k.a. Amsel)
If you can't cure it - endure it!
(Schottische (Binsen-)Weisheit)

Ariane

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63

Mittwoch, 8. Dezember 2010, 21:47

hallo justy, habe mich gerade an diesen Thread erinnert. Heute habe ich "zufällig" eine Frau kennen gelernt, die hier in der Stadt eine freie aktive Schule mitgegründet hat. Dies ist auch so das Alternativkonzept, was mich von den derzeit bestehenden Konzepten noch am ehesten überzeugt. Neulich fiel mir sogar in der Bib ein Buch aus dem Regal direkt vor die Füsse, von der Begründerin der freien aktiven Schulen, Rebecca Wild.

Du hattest mal nach der Schule von Nena gefragt, dass Du davon noch nicht gehört hattest. Diese Art Schulen heissen anscheinend Cadburry Schulen - bin mir bei der Schreibweise nicht sicher, da mir die Frau heute davon erzählt hat - und dürfen sich aber in Deutschland nicht so nennen oder auch gar nicht existieren, daher nennen die sich meist Demokratische Schulen, und die sind dann auch wieder in verschiedene Richtungen ausgeprägt. Habe mich mit diesem Konzept aber noch nicht befasst. Aber so ist es meist mit den Konzepten - egal ob Montessori, Waldorf, demokratische, freie etc. Schulen - letztlich ist es immer eine individuelle Schule, die das Konzept so auslegt, wie sie es eben tut. Irgendwie erinnert mich das grad stark an die weltreligionen, die auch alle in verschiedene strömungen aufgesplittet sind.

Das worauf sich die Medien bezüglich Nenas Schule gestürzt hatten, nämlich die Schlägerei die dort statt fand, lässt sich mittlerweile auch leicht erklären:

Viele der Schüler waren vorher mit anderen Schulsystemen vertraut und dass es durch so eine Umstellung auch zu Konflikten kommen kann,
ist verständlich. Wichtig ist ja dann nur der Umgang mit solchen Konflikten. Man stelle sich mal vor, alle Menschen wären von heute auf morgen nur noch in ihrer Eigenverantwortung, auch die, die es ihr Leben lang gewohnt waren, dass ihnen jemand anders sagt, was sie tun sollen oder was richtig und falsch sei. Das ist ja für die Leute auch ein Stück Sicherheit was da auf einmal fehlt und das kann natürlich auch Ängste hervorrufen. Also, fällt mir gerade so ein, ist es wichtig, in solchen Schulen auch gleichzeitig Kurse anzubieten, wie gehe ich mit meinen Ängsten, meiner Wut etc. um. Werde mir das gleich mal im Hinterstübchen notieren. Nur kann man natürlich kein Kind bzw. Jugendlichen zur Teilnahme zwingen, sonst wäre es ja schon keine freie Schule mehr. :denk: Das las ich mal im Hinterstübchen noch ein bisschen rotieren, dann fällt mir irgendwann die Antwort dazu ein.

Zudem finde ich das Konzept der Waldschulen ganz interessant, davon gibts bisher glaub ich nur die Waldkindergärten. Eines der Kinder, die ich betreue, sagte neulich aus heiterem Himmel zu mir, dass es mal mit mir eine Waldschule gründen möchte, obwohl ich dieses Konzept dem Kind gegenüber gar nicht erwähnt hatte. :)

Vielleicht gehts auch mal irgendwann ganz ohne Konzept, weil es dann gar keine Schulen mehr braucht, weil alle auch schon Kinder einfach durch das Leben selbst lernen dürfen.


Viele Grüsse Ariane

:welle:

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Ariane

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64

Mittwoch, 15. Dezember 2010, 12:18

Korrektur

Zitat

Du hattest mal nach der Schule von Nena gefragt, dass Du davon noch nicht gehört hattest. Diese Art Schulen heissen anscheinend Cadburry Schulen
die Schulen heissen Sudbury, siehe sudbury.de, Wikipedia etc. :winke:

und das ist die Schule, die Nena mitbegründet hat:


Grüßle :welle:

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justy

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Jungfrau

65

Mittwoch, 15. Dezember 2010, 20:17

die Schulen heissen Sudbury
Ah,ja
Damit kann ich etwas anfangen, d.h. ist mir vom Namen und Inhalt durchaus ein Begriff.

Liebe Grüße Jens- Uwe
„Leben kann man nur vorwärts, das Leben verstehen, nur rückwärts.“

- Søren Kierkegaardt

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66

Donnerstag, 27. Januar 2011, 18:31


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Freitag, 28. Januar 2011, 16:45

Hallo,

ich finde die Schule in Hamburg absolut toll.
Meine Kinder sind in einer Montessori-Schule und ich bin absolut zufrieden. Auch wenn sich viele nicht vorstellen, dass aus den Kindern was werden kann, wenn sie keine Hausaufgaben und keine Noten bekommen. Doch sie lernen mit viel Freude, und das auch noch in der Pupertät.

Alles Liebe
engelchen
Versuche nicht, mich zu verstehen ....... liebe mich einfach.

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ate

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Steinbock

68

Freitag, 24. Juni 2011, 14:18

Es geht um Lernen ohne Schule (ein Beitrag unseres bio-erzgebirge blog),
ich nutze mal diesen Thread für einen Links, der zum Thema paßt:
http://bio-erzgebirge.de/wp/?p=139
.... nach öffnen auf weiterlesen, dann kommt ihr zur PdF

:winke: ate
~~~> "pure awareness" <~~~

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69

Sonntag, 23. Oktober 2011, 08:24

Guten morgen, hier noch eine informative Seite vom Bundesverband Freie Alternativschulen
Alternativschulen als übergang zu einer Vorstellung ganz ohne Schule, eine wertvolle Brücke. :winke:

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70

Donnerstag, 26. Januar 2012, 18:01

hallöchen ... ein Zitat aus dem newsletter der BFAS ...

Zitat


Sinkende Schülerzahlen führen zunehmend zu einer Schließung staatlicher Schulen.
Gleichzeitig nimmt die Nachfrage nach Schulen in freier Trägerschaft - gerade in den neuen Bundesländern - beständig zu.


Quelle: Infobrief BFAS 01/2012
Selbstbezug des Infobriefs HIER


Und hier eine ProjektAusschreibung: Initiative "Ich kann was" :freunde:

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71

Freitag, 27. Januar 2012, 01:25

Wunderschön, was Du da schreibst...

Hallo ihr Leser
ich bin aus der Schweiz und hätte meine jetzt 15 - jährige Tochter gerne in die Rudolf Steiner Schule geschickt, aber als allein erziehende Mutter hatte ich damals nicht mal den Mut, das abzuklären.
Sie kam in die "normale" Schule und ich hatte unendliches Glück von der Kindergärtnerin über die 1-3 Klasslehrerin und den gelernten Schreiner der im 2 Beruf als Lehrer sie in der 4-6 Klasse begleitet hat, waren es wunderbare Menschen mit unendlich viel Herz.
Jetzt ist meine Tochter so in sich gestärkt, dass sie gut differenzieren kann und ihren Weg geht obwohl in der "Sekundarklasse" ausser ein Lehrer der noch ins "Geschenk" der unteren Klassen geht, alles anspruchsvoller geworden ist, aus welchen Gründen auch immer.
Mir scheint auch das ganze Schulhaus engagiert sich z.B. Gewaltfreie Schule, Sport ist cool um nur einiges zu nennen.
Für mich war es beeindruckend zu beobachten, was es braucht bis Frau zu so einer Leseratte werden kann, die ich bin.
Was für einen immens hohen Anspruch meine Tochter an sich selber hat.
Wie zuverlässig, verantwortungsvoll und selbstverständlich sie alle die Sachen managt, während ich versuche unsern Lebensunterhalt zu verdienen.
Ich bin dankbar, dass ich bis vor 2 Jahre 50% arbeiten konnte um bewundern zu können, was es alles brauch, um in diesem Leben seinen Weg zu gehen.
Ich habe nicht alles gelesen was zu diesem Thema geschrieben wurde, aber ein grosser Teil dieser Zeilen sprechen mir aus dem Herz:
Nr.62 wer den ganzen lesen möchte:
Auf die Gefahr hin, daß ihr mich steinigt... ich habe diesen Thread erst "jetzt" (wieder-)entdeckt.
Dieses Forum ist so groß, daß ich gar nicht so viel lesen kann, wie hier interessantes drin steht - und noch weniger schaff ich es, auch überall was hinzuschreiben, selbst wenn ich das Gefühl habe, ich hätte was zu sagen.

Schulsystem ... schwieriges Thema mit vielen vielen Ansätzen, Blickwinkeln, Problemen, aber auch Möglichkeiten.

Ich bin (noch?) nicht fest im Regelschulsystem eingebunden. Ich darf immer mal wieder ein Halbjahr an einer Berufsbildenden Schule, einer Fachhochschule, einer schulvorbereitenden "Vor-"Schule, der Volkshochschule oder im Betriebsinternen Bereich (da auch länger am Stück) unterrichten.
Ich denke, ich habe mir über die paar Jährchen die ich das mache, ein gewisses Bild gemacht, was das "Lehren" angeht.

Nebenbei studiere ich - durchaus mit dem Ziel "Lehren" zu dürfen nach deutschem Gesetz, sprich, ich habe das unsagbare Glück (Vorsicht, Ironie) an einem großangelegten Feldversuch zum Thema "Wie man die Lehre ad absurdum führt" teilnehmen zu dürfen.

Ich habe den "Stempel" aufgedrückt bekommen ein "Natural Born Teacher" zu sein. Und ich schlage mich mit Lern- und Lehrtheorien und ihrer Anwedung im "realen Lehr-/Lern-Alltag" herum.

Ich schaue also auf mindestens zwei Seiten dieses "Konglomerats" Lehren/Lernen, und ich versuche, immer das Beste für "meine" Schüler zu tun, Ihnen das Bestmögliche anzubieten, was ich anbieten kann, Chancen zu eröffnen, Möglichkeiten aufzuzeigen, und aus dem "starren System" die "menschlichste Anwendung" herauszuholen. Das ist ein Eiertanz sondergleichen.

Viele von Euren Kommentaren und Ideen zum Thema wie man das gesamte System verbessern könnte, sind sicherlich spannend - aber ich pendelte beim Lesen zwischen Schmunzeln, Nicken, Stirnrunzeln und Kopfschütteln.

Ehrlich gesprochen: Lernen beginnt nicht in der Schule, sondern "früher". Und damit meine ich nicht den Kindergarten, sondern das Umfeld in dem ein Kind aufwächst. Wenn einem Kind kein Anreiz gegeben wird, seine Umwelt zu erforschen, zu "erobern" und zu untersuchen, sondern dieser Anreiz (bewußt oder unbewußt sei mal außen vorgelassen) unterbunden wird, dann kann ich als Lehrender "später" nackig auf dem Kopf stehend von Ohrmuschel zu Ohrmuschel hüpfen, mit den Füßen Geige spielen und mit den Händen meinen Namen in die Luft schreiben - das Kind wird den Anreiz nur in minimalem Umfang "annehmen".
Ein Lernender (egal welchen Alters) hat zwei Impulse, zu lernen ... einen intrinsischen (von innen kommend) und einen extrinsisichen (von aussen kommend). Der intrinsische Impuls läßt sich am einfachsten mit Neugier übersetzen, den extrinsischen zu übersetzen ist schon schwieriger: das kann sein "Leistungsdruck" (negativ), das kann sein "Neugier wecken"(positiv), das kann sein "notwendig um Ziel zu erreichen" (hat positive und negative Aspekte).

Aber bitte bitte bitte - wälzt nicht die gesamte Verantwortung für das "Lehren" auf die mit dem Schild "Lehrer" auf der Stirn ab - jeder von uns kann lehren, und tut es irgendwie jeden Tag. Eltern bei Kindern, Kinder bei Eltern, Kollegen untereinander, Freunde, Mannschaftskameraden, und und und ...
Stellt Euch einfach vor, wie Ihr gerne gelehrt werden würdet, und bietet Euch immer wieder an - und nehmt immer wieder an, wenn gelehrt wird.

Nachdenkliche Grüße

//Druid Dubh (a.k.a. Amsel)
Danke!

Auf dass es uns Eltern Mut gebe unsere Kind zu beobachten, zu loben, zustärken in der Natur und im Alltag zu begleiten und gemeinsam mit den Fachpersonen zu befähigen das Leben neugierig und mutig zu leben!

Zitat

Eure Kinder sind nicht eure Kinder! Sie sind die Söhne und Töchter
der Sehnsucht des Lebens nach Erfüllung.

Khalil Gibran, Sämtliche Werke
Quelle: http://www.archive.org/details/KhalilGibran_DerProphet

Den Mut gibt uns selber zu beobachten und unendlich achtsam mit uns umzugehen in bedingungsloser Liebe zu uns, als gut Voraussetzung. Denn Kinder lernen durch beobachten und nachahmen... Viel Freude mit Euch selber :sonne:

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Widder

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Donnerstag, 16. Februar 2012, 17:37

Hallo,

ich möchte hier gerne im Rahmen der Diskussion einen interessanten Artikel mit euch teilen, der in der "Zeit" erschienen ist:

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8/komplettansicht

Dieser Artikel kam als Kopie als Teil eines Elternbriefes von der Grundschule meiner zwei jüngsten Söhne. Da ich aktuell gerade wieder mal einen 4.-Klässler im bayerischen Schulsystem zu Hause habe, weiß ich wovon ich rede...

Meine Kinder haben Gott sei Dank nun, nach vielen leidvollen und schmerzlichen Erfahrungen für unseren Jüngsten in der vorhergehenden Regelschule (ich könnte ein Buch darüber schreiben :] ) das Glück an einer der besten Grundschulen (meiner Meinung nach) gelandet zu sein
die es innerhalb Bayerns gibt, mit sehr bewussten liebevollen Lehrern die teils schon reformpädagogisch arbeiten. Diese Schule hat es geschafft, dass mein jüngster Sohn nun erleben darf, dass Lernen auch "Spass" machen kann und sagen kann,( troz Regelschule): "Schule ist schön" (Originalton) und das bei einem Kind, dass vorher komplett in die Verweigerung ging und wegen der Schule von den Ärzten für ein halbes Jahr krankgeschrieben wurde, weil der Schaden für das Kind durch den Schulbesuch größer gewesen wäre, als wenn es daheim bleibt, quasi um das Kind vor dem Täter "Schule" zu schützen, durch Lehrer, die nicht über ihren eigenen Schatten springen können und wollen. Ich hätte sogar meinen Hauptwohnsitz geändert, damit mein kind die Schule wechseln kann, aufgrund des bestehenden Sprengelzwangs. Ja liebe Lehrer, Eltern tun so etwas...

Überhaupt ist vieles an unseren Schulen "Zwang" und hat mit Demokratie wenig zu tun. Sehr gut finde ich z.B. das schwedische Schulsystem, doch davon sind wir Lichtjahre entfernt.

Auch das beurteilende Notensystem ist schlichtweg und einfach ungerecht und hat mit der tatsächlichen Leistung eines Schülers wenig zu tun. So ist die Leistung eines "schwachen"Schülers viel höher einzustufen, als z. B. die gleiche Leistung bei einem Schüler, der sich sowieso in allem leicht tut. Dies berücksichtigt das System jedoch nicht. Hierzu ein sehr guter Buchtipp von mir, der die Auswirkungen unseres Notensystems sehr gut darstellt:

"Ich hab' eine Eins! Und du?" von Ursula Leppert, erschienen bei Libress.

Damals waren wir dabei in Niederbayern eine multikulturelle Waldorfschule zu gründen. Alles war schon so gut wie greifbar, ein charismatischer Lehrer war gefunden, die Raumfrage fast geklärt, die Finanzierungsmöglichkeiten in den Startlöchern, die Zusagen von den Politikern.
Doch leider zerplatzte der Traum so ganz kurz vor der Realisierung ...
Deshalb habe ich meinen Jüngsten noch auf eine andere Freie Waldorfschule angemeldet, wo er nun auf der Warteliste ist...Das ist als Quereinsteiger gar nicht so leicht. Zu den Waldorfschulen gibt es auch eine, wen es interessiert mehr über diese Schulen zu erfahren, sehr schöne DVD, die sehr anschaulich erklärt, um was es bei den Rudolf-Steiner-Schulen geht:

http://www.trailerseite.de/film/11/guten…iler-18877.html

Die Oase-Naturschule, die Ariane erwähnte ist übrigens eine Initiative, die hier 5 km von meinem Wohnort entfernt stattfindet... :top2: Auch hier engagieren sich Eltern unter hohem persönlichen Aufwand und Einsatz, ihren Kindern ein alternatives System anbieten zu können ohne Notenzwang und den schädlichen Auswirkungen...

Ich finde es spannend, wenn Eltern sich auf den Weg machen, um für ihre Kinder nach Alternativen für das bestehende System zu suchen.

So wie das bei uns in Deutschland momentan läuft, kann es auf längere Sicht gesehen nicht weiter gehen und macht unsere Kinder schon im Vorfeld psychisch, geistig und auch körperlich kaputt, wie man an vielen hoffnungslos überlasteten G-8-Gymnasiasten und dem steigenden Konsum an Psyhopharmaka bei Schülern, sowie den vielen, vielen Nachhilfeinstituten sehen kann...
Ich finde, Kinder haben auch noch ein Recht auf freie Zeit zum Träumen, Atmen, Sich- entwickeln- dürfen und ganz einfach für die schönen Seiten des Lebens. Machen wir uns das endlich wieder bewusst...
Die Lehrer an der Grundschule meiner Söhne haben die Zeichen der Zeit erkannt, auch sie leiden und sind gefangen in dem System. Deshalb wollen sie sich mit uns Eltern zusammensetzten um gemeinsam nach Ideeen Ausschau zu halten, was man zusammen verbessern könnte. Ich finde, dies ist ein erster Hoffnungsschimmer der das Vertrauen in mir für eine schönere mögliche Zukunft nicht sterben lässt...Gemeinsam sind wir stark...gemeinsam...für unsere Kinder...nutzen wir deren Potentiale.

"In jedem Kind ist ein Diamant versteckt, wir müssen ihn nur zum Leuchten bringen..." (schwertfee)

schwertfee :heart:
"Man sagt, die Liebe öffnet eine Tür
von einem Herzen zum anderen.
Doch, wo keine Mauer ist,
wo soll dann eine Tür sein?"

(Rumi)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »schwertfee« (16. Februar 2012, 17:39)


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Fische

73

Sonntag, 12. Mai 2013, 14:31

Hallo,

hole heute mal wieder einen Thread hoch. Weil ich im Netz auf etwas - für mich durchaus sehr Interessantes - gestoßen bin:

Professor Hüther bei Tietjen & Hirschhausen:

https://www.youtube.com/watch?v=FmbCgaLAQiU

Für die, die teilen mögen (über die Fehler in unserem Schulsystem)

LG

Ursus

Edith: Und noch ein interview hinterher (auch mit ihm):

https://www.youtube.com/watch?v=FmbCgaLAQiU

(Wie man Kinder und Jugendliche inspirieren kann)
Isch abe gar keine Signatur ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ursus« (12. Mai 2013, 15:13)


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Wassermann

74

Montag, 13. Mai 2013, 11:38

Danke fürs Einstellen Ursus.
Nun bin ich froh, mit meinen Gedanken und Überlegungen nicht ganz allein da zu stehen, auch wenn ich in Gesprächen immer wieder achselzuckend belächelnd werde mit dem Satz "*ja, es ist aber nun mal so".
Ja, ich weiss auch nicht recht was ich aktiv dafür oder dagegen tun soll, aber es gibt immer noch zuviele, die alles hinnehmen wie es grad ist laut dem Motto: so war es und so soll es auch bleiben.

LG
Stella

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Ariane

Haudegen

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Zwillinge

75

Montag, 13. Mai 2013, 19:51

Ja

hallo stellaluna und @all, ich bin zu der Einsicht gekommen, dass es weniger bringt, sich gegen die alten Systemen zu gehen oder sie ändern zu wollen, als viel mehr neue Möglichkeiten zu schaffen ... denn Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Zum Thema "Schulpflicht abschaffen" fiel mir ein, dass es jedoch auch Kinder gibt, für die es sicherlich ein Segen ist, in die Schule zu "müssen", da sie dadurch von was anderem weg kommen.

Also soll bei einem freien und freiwillig nutzbaren Bildungsangebot auch dieser Aspekt gewährleistet sein, dass jedes Kind - unabhängig von seinen "Er"zieh"ungsbe"recht"igten" - schon dieses Wort gehört gewandelt! - selbstbestimmt wählen darf, was es interessiert, was es lernen, was es erleben und erfahren möchte.

Mir sagte mal jemand, schau Dir das Konzept "Summerhill" an und wie diese "Oasen" in Irland sich abschotten müssen, um sich schützen. Ja, sagte ich, das hat sicher seinen Sinn eine Zeit lang ... stell Dir vor, es entstehen immer mehr solcher Oasen, sie verteilen sich, breiten sich aus und wachsen zusammen ... dann kann der Schutz wegfallen, denn dann sind die Oasen flächendeckend geworden, natürlich und lebendig.

Und so ist es auch mit dem was wir tun können ... je mehr Initiativen entstehen, die gewünschten Alternativen selbst geschaffen werden, indem wir uns unserer Schöpferkraft entsinnen ... uns gegenseitig inspirieren, bestärken, befruchten, uns verbinden und vernetzen, desto leichter wird es.

In den "Alsfelder Beschlüssen" wurden schon tolle Ideen auch zum Bereich Bildung ausgearbeitet und formuliert. Dies ist sicherlich auch ein Ansatzpunkt, den jeder von uns in die jeweiligen regionale Initiativen mit einbringen können, bzw. neue Initiativen damit gründen.

Liebe Schwertfee, Eure Idee mit der multikulturellen Waldorfschule finde ich im Ansatz ganz toll! Seid ihr noch dran? Vielleicht lag es nur an wenigen Aspekten, die nochmal zu überdenken sind, vielleicht war es auch einfach noch nicht die Zeit, vielleicht solltet ihr auch zu einem neuen Konzept geführt werden, jenseits "alter" Begrifflichkeiten und Namen wie "Waldorf", denn so weit mir bewusst ist, würde sich multikulturell und Waldorf etwas widersprechen, denn der Name "Waldorf" impliziert die spirituellen und teilweise sehr kategorischen und christlich angehauchten Gedankenlehren von Rudolf Steiner,
doch "multikulturell" geht weit darüber hinaus ... nämlich auch zu "multispirituell."

Ich habe jedoch auch von der Zusammenarbeit einer Waldorfschule mit den Lakotas gehört, da sich die Bildungsansichten da am meisten ähneln und die Waldörfler mit Spendengeldern etc. fördern wollen, dass die Lakotas ihre eigene Kulturgüter lernen und leben dürfen. Umgesetzt wurde das leider damit, dass die waldorf-schul-kinder den Lakotakindern Wassermalfarbenkästen schickten. War sicherlich gut gemeint, auch wenn es einen Hauch von "wir sind die Reichen und ihr die Armen" hat, doch wenn wir die Kultur von Naturvölkern stärken und ihr Raumgeben möchten, dann schicken wir nicht die Chemie der Industrieländer hin, sondern geben ihnen die Zeit, den Raum und die Möglichkeit, sich auf ihre alten Kulturtechniken, wie das Färben, Malen und Zeichnen mit Naturfarben, zu besinnen.

Nun, das ist meine Meinung. Als ich sie - nicht ganz so ausführlich - äußerte, war Stille bei der Waldorfmutter, die mir das ganz stolz erzählte, weil sie zeigen wollte, wie toll die Waldorfschule im Vergleich zu den staatlichen Schulen sind. Hmm. :pfeif:

                                            

Heidi Mertens

unregistriert

76

Mittwoch, 15. Mai 2013, 23:17

:feuer:
Und so ist es auch mit dem was wir tun können ... je mehr Initiativen entstehen, die gewünschten Alternativen selbst geschaffen werden, indem wir uns unserer Schöpferkraft entsinnen ... uns gegenseitig inspirieren, bestärken, befruchten, uns verbinden und vernetzen, desto leichter wird es.
Mit dem , was wir mit unserer innewohneden Schöpferkraft können :feuer: Ob Thema Schulsystem und Kinderschutz , oder Umwelt/Naturschutz ect. Alles ist möglich , wenn wir Selbst unsere eigenen Verstrickungen in uns endlich hinter uns lassen :sonne:

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