Sie sind nicht angemeldet.

  • »Nahlita Feelgood« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 195

Wohnort: Schweiz

Beruf: Krankenschwester

Guthaben: 10 000 Sterne

  • Nachricht senden

Zwillinge

1

Montag, 12. März 2012, 23:13

My Voice---Myself...

Gruezi liebes Forum,

Mir liegt etwas am Herzen, bzw. bin ich für aufbauende stärkende Tipps froh.

Vor knapp 2,5 Wochen war ich auf einem Casting zur Frontfrau einer Band - called "Lipstick".. ich wurde genommen, habe am 30.4. meinen erste Auftritt auf einem Schützenvereinsfest - also so typische Zeltmusik, vor ca 500 leuten.
- ich habe noch nie in einer Band gesungen, geschweige denn verfüge ich über ein hohes Mass an Erfahrung was das Microfonsingen anbelangt.. Praktisch im moment alles neu was auf mich im warsten sinne des Wortes, einbrettert. ich habe immer gern gesungen und ja ich kann es auch, aber bin eben nicht routiniert -was viel Raum für Fehler macht. Bin ein Diamant aber ohne schliff.

Ich habe mir das schon lange gewunschen und heute weiss ich warum es erst jetzt kam. Ich brauche emense Energie - mein Selbstbewusstsein so zu schulen und so zu stärken, das ich all das überhaupt aushalte - damit umgehen und arbeiten kann.

Ich muss praktisch in 8Wochen 30 Songs lernen, mich in der Gruppe selbst hören, meiner Stimme vertrauen - laut aus mir rausgehen.. heute war die 2. Probe, und ich hab 15 Songs gespielt.
- ich krieg sehr viel input - von der Bühnenpräsenz die ich auch noch aufbauen sollte, schweig ich erstmal. Weil das jetzt schon heavy genug ist. Nach 10 Songs geht mir die Stimme flöten - songs wie "Guano Apes - Open your eyes" sind wenn man sie gut singen will - extrem anstrengend.

Es ist kaum vorstellbar für mich wie das in 7 Wochen auf der Bühne bei 30 - songs klappen soll. Ich muss das Atmen lernen, das in den Bauch - und daraus singen - und mein Kelkopf - meine Stimme muss sich an die Belastung gewöhnen. Ich habe einen Riesenbammel - in mir drin ist aber dennoch - "Das machst du jetzt einfach"

Aber eigentlich ist es eine totale Zerreissprobe - extrem harte Arbeit - ich hab sowas noch nie erlebt. Morgen kann ich mich richtig an die Stimmübung klemmen.. täglich 3 Stunden singen - lauthals..

Boah ich werd das schon schaffen!!!


Ich habs mir immer gewunschen - aber das es so ist, hätt ich mir nie gedacht!!! Das ich soviel innerlich wie äusserlich lernen muss - und mein ideal - die Anforderungen und das Zeitliche unter einen Hut zu kriegen, das fordert mir sehr viel ab. Wieder weiss ich nicht wo ich da hinrenn - manchmal kann ich nicht schlafen - weil ich daran denken muss wie es wäre, wenn der erste Auftritt sowas von in die Hose geht, das ich diesen Misserfolg verkraften muss. :schreck:

Ich wär jetzt gern bei "The voice of Germany" - da hätt ich wenigstens für einen Song ne Woche Zeit - :D :heiss:

Irgendwelche Stärkenden Tipps?? ich wär euch sehr dankbar :liebe: :liebe: :hüpfen:

Gute Nacht
Nahlita

advaita

~Seelenbegleiter & Traumfänger~

Beiträge: 872

Guthaben: 9 900 Sterne

  • Nachricht senden

Skorpion

2

Montag, 12. März 2012, 23:35

Ich muss das Atmen lernen, das in den Bauch - und daraus singen - und mein Kelkopf - meine Stimme muss sich an die Belastung gewöhnen. Ich habe einen Riesenbammel - in mir drin ist aber dennoch - "Das machst du jetzt einfach"

Aber eigentlich ist es eine totale Zerreissprobe - extrem harte Arbeit - ich hab sowas noch nie erlebt. Morgen kann ich mich richtig an die Stimmübung klemmen.. täglich 3 Stunden singen - lauthals..


Ich kann Dir nur empfehlen, was ich selber machen würde, und ich habe so eine Geschichte schon in Realität mit Erfolg "durchgezogen".

1) Ich kenne kein "sensibleres" Organ als die menschliche Stimme.
Jeder Stress, jede Belastung, jede Überforderung legt sich auf die Stimme und ist über die Stimme sofort erkennbar - für jeden Laien.

2) Drei Stunden lauthalt singen - ohne professionelle Ausbildung bzw. Begleitung ist aus meiner Erfahrung eine der sichersten Methoden, eine Stimme sehr schnell für sehr lang zu ruinieren.

Deshalb:

3) Ich würde an eine Musikschule in der Nähe gehen - die haben alles GesangslehrerInnen und StimmbildernerInnen.

Ich würde meine 30 Songs mitnehmen und dort 1 Lied vorsingen.
Wenn der Profi dort der Ansicht ist, dass ich es stimmlich schaffe, in 7 Wochen alle Songs einzulernen, würde ich es unter seiner / Ihrer Begleitung machen.

Wenn der Profi skeptisch ist, würde ich es lassen, und zwar sofort.

Es gibt nicht viel peinlicheres, als live auf der Bühne zu stehen, und
a) es kommt kein Ton oder nicht der exakt passende heraus
b) die Emotionalität passt nicht (wird über Gesangsanlage und Mikro verstärkt!!!)
c) die Bühnenpräsenz, Mimik, Gestik, Rhythmik passt nicht.

Damit du in etwa einen Ahnung hast, worauf Du dich da einlässt.
In den moderenen Castingsshows treten Leute auf, die jeden Tag bis zu 8 Stunden unter professioneller Anleitung singen, sich bewegen, sich ausdrücken lernen.

Wer in diesem Bereich keine Erfahrung hat, sollte sehr vorsichtig und achtsam sein, direkt ins kalte Wasser zu springen.

LG
Signatur von »advaita«
"Wer Musik nicht hören kann, hält Tanzende für wahnsinnig.“

  • »Nahlita Feelgood« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 195

Wohnort: Schweiz

Beruf: Krankenschwester

Guthaben: 10 000 Sterne

  • Nachricht senden

Zwillinge

3

Montag, 12. März 2012, 23:50

danke für deinen Tip
.. und für deine Ehrlichkeit - diese Befürchtungen schweben mir auch ständig im Raum - vielleicht sollte ich dies bei der nächsten Probe offen ansprechen und sie darum bitten - für den Auftritt in 8 Wochen die andere letzte Sängerin zu holen - Ich brauche Zeit zur Schulung.. und ich möchte nicht mehr kaputt machen, mit einem mislungenen Auftritt und danach mich wieder selbst aufzubauen - ja darauf hab ich eigentlich auch keine Muse.

mit dem Klopstock da durchhauen - ist eigentlich auch nicht meins.. sollte sorgsam mit meiner Stimme umgehen - ruinieren will ich sie wirklich nicht.


Danke für deinen Wink

:winke:

Nachtrag: nochwas fiel mir auf - my voice - myself , diese gewählte Überschrift passt wirklich. Ich war lange hart zu mir selbst - mit dem Klopstock - mich selbst angestachelt, danach hab ich mir selbst manchmal damit sehr wehgetan - weil ich so hart mit mir umgegangen bin.

Diese Situation spiegelt sehr viel, auf vielen Ebenen - auch der Name der Band der mir eigentlich nicht gefällt - aber ich finde die Erfahrung so extrem Reizvoll, das der Name (also der Stempel) keine allzugrosse Rolle spielt.

Ich finde es schön - das ich erkenne das die Wahl bei mir liegt, durch deinen Wink advaita - ist mir das mehr bewusst geworden. Ich hab die Wahl -bin ich hart zu mir und meine Harte Arbeit führt zu hartem Erfolg - oder bin ich einfühlsam mit mir - arbeite dennoch viel - bleib am Ziel - aber kann Spass dabei empfinden - in Härte ist Spass nicht allzu gross vertreten.
"
Ich will die Schritte zur Bühnenreifheit geniessen können, ich will über falsche Töne lachen können - weil ich den druck nicht im nacken habe - ich will mich dabei leicht anfühlen.

Jo dann werd ich die Lipsticks mal ( sie kennen mich ja nur von 3 mal Treffen) mit MIR konfrontieren - und sehen was ich als Feedback erhalte. Eins weiss ich jedoch sicher - "ich werd das schaffen" vielleicht nicht unter gesetztem Zeitrahmen - aber DASS an sich krieg ich hin.

:kussi: Danke in mir ist es jetzt leichter - und ich kann bestimmt besser schlafen.


Jenny

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nahlita Feelgood« (13. März 2012, 00:18)


Hoeflichkeit

... way back home... into the light

Beiträge: 1 051

Wohnort: Österreich

Beruf: DSA

Guthaben: 10 000 Sterne

  • Nachricht senden

Wassermann

4

Dienstag, 13. März 2012, 00:43

Hallo Nahlita Feelgood!

Also wenn es Dein innigster Wunsch ist? :blubber: Es muss für Dich stimmig sein, und wie ich "raus-hoere" oder "rein-interpretiere",
gibt es da Unstimmigkeiten. Ich mein für mich, "jeder Zweifel ist ein klares Nein".Das hab ich irgendwo mal übernommen, weiss
aber nicht mehr woher es kommt.

Also lass mich kurz ausholen. Ich singe seit ich denken kann, und, es ist meine erste und auch grösste Leidenschaft! :heart: Passion, Sinnlichkeit, Authentizität
ja und Deine Stimme kannst Du am wenigstens manipulieren oder zu etwas zwingen. Es ist ein Instrument, Dir zur Verfügung gestellt, aber Deine Haltung,
deine innere Säule, Deine Verfassung, spiegelt sich dem Publikum wieder. Du stehst praktisch "nakt" da, und ebenso solltest Du Dir das Publikum vorstellen.
Das ist immer ein guter Tip, Du musst los-lassen, den Ton- loslassen, Deine Stimmung sein, ohne wenn und aber, und ich könnt doch noch besser...nein, dann
bist Du nicht mehr bei Dir.

Echt kannst Du nur wirken, wenn die Songs auch "Deine" sind, fühl Dich in jeden einzelnen rein, fühl die Stimmung den Zustand, sei die Stimmung...

Die Italiener sagen: "Inhalare la voce", Inhaliere Deine Stimme, als nicht wörtlich gemeint, aber die Töne fliegen dir zu... einen guten Tip möcht ich
Dir noch mitgeben: Es gibt hier in der Nähe von mir, eine Frau die Unterricht gibt, aber nicht im herkömmlichen Sinne, sie sagt in ihrem Buch:
"Singen ist einfach - auch für Sänger!", Ein Weg zur Heilung von Mensch und Stimme, ihr Name Petra Schulze!

Du kannst sie auch googlen, ich darf noch nicht auf Links verweisen, sie hat eine Homepage! Sehr spannend! Und
ich empfehle Dir es deshalb, oder lege es Dir ans Herz, da Dein grösster Wunsch, auch meiner war.

Grossartig rausgekommen bin ich nie, aber ich hab schon als Kind immer meine Umgebung, vorallem die Erwachsenen mit meinem Gesang berührt.
Bei einem Karaoke-Wettbewerb bin ich auch recht weit gekommen, und bis meine Tochter zur Welt kam, war ich zweimal in der Woche mit meiner
Band im Proberaum. Die Lieder waren nicht wirklich "meines", die Bandmitglieder wollten auf Kohle und Stimmungsmache, das war sowie nicht meines,
aber es gab so ein paar "lichte" Verbindungen, bei der Auswahl "meiner" Songs, und die waren auch "meine eigenen Interpretationen von Skin, oder Janis,
von unbekannt bis bekannt, Songs aus orginal 60iger wie Vanilla Fudge "You keep me hangin on.." von Kim Wilde wunderbar interpretiert, wir hatten unsere
Brachialversion mit "Elfenstimme", kam auch gut.
Es geht auch ums Experimentieren, mit Dir selbst. Du musst dazu stehen können, nicht vor Angst "vergageln", hab Freude an dem was Du "vorträgst".

Meine Einschätzung wäre auch, dass es "machbar" ist, bis in 8 Wochen.
Zum Vergleich, wir hatten ein Repoirtoire an 30 Songs plus Zugaben, in einem halben Jahr im Kasten. :top2: :herz:
Aber, das war wirklich Konzentration und wir lebten für unseren ersten öffentlichen Auftritt, wobei dieser auf einem 7 mal 40 Jahre Open-Air-Fest
im Allgäu war, also zusammen feierten diese Geburtstagskinder 280Jahre und da war für jeden was dabei, es war sehr persönlich.

Im Hintergrund den Druck mit Partymache, Stimmungsmache und noch "Aufheller" für die "Betrunkenen" im Festzelt, oweh, ich weiss nicht,
hab es auch gemacht, wie gesagt, net my ding!
Und diese Dynamik und Motivation schleicht sich durch.

Ich würd erstmal für Dich selbst Sicherheit gewinnen, und dies als Chance sehen, es anpacken, dir dabei aber nichts erwarten. Deine Mühe ist es jedenfalls wert,
aber sicher nicht im Training 3 Stunden lauthals schreiben! Das :werwolf: :vampir: macht dich dann krank, denn deine Stimme ist das noch nicht gewohnt, und Du kannst "ihren" Willen (den der Stimme) nicht brechen. :spiegel1: Meine damalige Gesangspatin hat mir eine Übung angegeben, die ich geschlagenen 45 Minuten nicht imstande war, durchzuführen. Ich wütete, ich tobte, ich stampfte mit den Füssen in den Boden rein, ich war am Boden zerstört, zornte... bis sie zum 300Mal wiederholte, ich solle den Mund und Rachenraum w e i t aufmachen, und dabei in Spiegel schauen.
Igit wie sieht das denn aus, so stell ich mich vor niemanden hin! UND ich tat es! Bums, was war ich hinüber und hinweg was aus mir Resonanzvolumen rauskam, ich konnt es nicht fassen, dass ich das war.
Stundenlang könnt ich Dir nun noch messages rüberlassen, ich kann deinen Wunsch komplett nachvollziehen, da ich diesselbe Triebfeder besitze. Immer noch!


Derzeit sing ich nur im Keller,vertone Lyrik von einer Freundin, hab aber keine wirkliche Begleitung und sing einfach "ad hock" "intuiti" aus mir raus, wenn Du willst kann ich Dir mal ne Kostprobe schicken.


Ja und nochmals Petra Schulze dringend nachschauen, ISBN 3-934719-05-8, erschienen im "Genius Verlag" 2000, "in dem Gesang der einen hörte
und durch das Buch der anderen erkannte ich, was wahres Singen bedeutet"


Also stärke Dein Selbstvertrauen und los`gehts, mach einfach, aber halt Dir nicht dieses Ziel jetzt vor Augen, sondern wichtig ist eines dass Du für Dich erreichen kannst!




und Pfiati aus m Österreich (kann o uff schwitzadüütsch!) :heart:
Signatur von »Hoeflichkeit« "If you think, you`re tooo small,
to be effektive....... :denk:
you`ve never been in bed with a mosquito...."
:kitzeln:

5

Dienstag, 13. März 2012, 02:41

Huhu Nahalita,

schön wieder einmal von Dir zu lesen. Ich finde es Klasse , dass du ein Talent, von dem Du ja schon früher einmal erzählt hast, jetzt ausbilden möchtest.
Das erste was mir als Gedanke kam, als ich Deinen Beitrag las war der gleiche Tipp, den Dir auch meine Vorschreiber schon genannt haben: Gesangsunterricht. Einfach um den Diamanten zu schleifen und nicht gleich in tausend Teile zerspringen zu lassen. Es wäre zu schade.

Die Idee mit der zweiten Sängerin fänd ich auch gut, vor allem, wenn es jemand wäre mit dem Du vielleicht sogar zusammen auftreten könntest und so nach und nach herangeführt wirst und nicht gleich ins kalte Wasser geschmissen wirst. Ob die Band das dann auch mitmacht, bezweifle ich zwar ein bisschen, weil sie müssen dann noch einmal jemanden suchen, das kostet Zeit und vielleicht auch Geld und wenn du großes Pech hast bleiben sie dann auch bei der anderen Sängerin, aber für Dich käme trotzdem ein Gewinn dabei heraus: Du weißt, dass du etwas kannst, was du weiter entwickeln solltest und alleine das ist schon viel wert und es macht wirklich keinen Sinn, dass Du deine Stimme ruinierst, nur weil in 8 Wochen irgendein Auftritt stattfindet.

Wer weiß was du alles noch für Dich finden kannst, wenn Deine Stimme erst einmal ausgebildet ist. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg auf deinem Weg, und dass vor allem Dir zur richtigen Zeit das begegnet was für Dich paßt.

liebe Grüße

Nimue

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Nimue« (13. März 2012, 02:44)


Beiträge: 807

Guthaben: 10 020 Sterne

Danksagungen: 3

  • Nachricht senden

Stier

6

Dienstag, 13. März 2012, 06:41

Hallo Nahalita,

hier meldet sich noch eine Gesangs-Frau. Ich unterrichte teilweise auch Gesang und habe schon Chöre und Ensembles geleitet.

Ich schließe mich mal meinen Vor-Schreibern an. Da sind viele gute Tipps dabei!

Ich möchte dir Mut machen zu dir und deiner Erfahrung zu stehen bei der Band. Sei ehrlich mit ihnen. Sag, dass du unendlich motiviert und begabt, aber ungeübt bist und eine Eingewöhnungsphase brauchst.
Wirklich gute Musiker, die offensichtlich von deiner Stimme sehr überzeugt waren (sonst hätten sie dich ja nicht genommen) werden das verstehen. 30 Songs in 8 Wochen ist ein Pensum für Profis. Ist es eine Profiband? Du gehst ja wohl noch Arbeiten und machst das nur als Hobby, oder?

Mein Tipp wäre (neben Gesangslehrer/Vocalcoach) dich offen mit der Band auszutauschen und zu schauen, ob ihr euch auf ein realistisches Maß einigen könnt, mit dem vor allen Dingen du dich wohl fühlen kannst.

Ich denke, es wäre eine Idee den Auftritt am 30.04. noch mit der alten Sängerin gemeinsam zu machen und mit dir in einem Teil der Songs. Suche dir einen Teil der Songs aus, die dir stimmlich liegen und in denen du dich HEUTE schon einigermaßen sicher fühlst. Und dann macht einen Gig gemeinsam ... wenn sich das machen lässt. Sozusagen ein "wir stellen die neue Sängerin vor und danken der bisherigen Sängerin"- Auftritt.

Wann ist DANACH der nächste Auftritt? Versuche auch für hier dann ein realistisches Maß an Stückanzahl und -auswahl festzusetzen. Dann gibts halt mal nen kürzeren Gig ... oder längere Pausen ... oder ein paar Nummern ohne Gesang ... oder oder ...

Verheize dich und vor allen Dingen deine Stimme nicht ... wenn die mal "angekratzt" ist dauert es lange bis sie sich wieder erholt hat.

Neben Gesangsübungen wird dir alles was die Atmung schult helfen ... also auch Sport, Ausdauer, Entspannungsübungen etc. ...

Singen ist ein Ganzkörpersport ... nur wenn du komplett entspannt bist, kannst du so singen, dass es deiner Stimme (und Seele) gut tut.

Bitte achte also auf dich und deine Stimme ... und zeig dich der Band als "Semiprofi" in dem du darauf achtest und nicht alles mit dir machen läßt.


Viel Freude in der Band ... ein Traum wird wahr ... schön, ich freue mich mit dir !!!

Alles Liebe
Oceanbreeze
Signatur von »oceanbreeze« "Ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit" Kol. 3,14
Alles (ist) Liebe
Oceanbreeze

Green Tara

unregistriert

7

Dienstag, 13. März 2012, 12:32

Liebe Nahlita,

das ist die Chance für dich da mal einzussteigen.
Packs ganz locker an. Nimm Gesangsunterricht ab sofort, das wäre das beste für dich.
Unde geh es einfach locker an. Du musst ja nicht gleich dein Bestes geben und wenn mal ein Misston dazwischen ist, das fällt sowieso niemanden auf.
Ausserdem musst du doch gar nicht so lauthals singen, du hast doch ein Mikrofon, das verstärkt deine Stimme sowieso.
Also musst du gar nicht so laut singen können.
Sieh es einfach ganz locker. Du kannst Atemübungen in der freien Natur beim Spazierengehen machen. Neun Schritte zum Einatmen über die Nase, einen Schritt Atmen anhalten,
neun Schritte ausatmen über den Mund, ist eine sehr gute Übung . Wenn du mit dieser Atemübung beginnst atme zuerst ganz tief aus. Ich bin keine Sängerin und mache
diese Atemübung regelmässig beim Spazierengehen; stärkt die Lunge und der Körper bekommt so mehr Sauerstoff. Überanstrenge dich dabei nicht, wenn du ausser Atem
kommst, dann hör auf damit; es steigert sich ganz von allein.
Ich hab eine Freundin, die Volksmusik macht und im Sommer alle Wochenende Auftritte hat, auch manchmal noch ein paar Tage unter der Woche und sie hat kein Problem
mit ihrer Stimme. Sie lebt ganz allein davon, sie ist zwar nicht so bekannt, doch sie und ihre Band werden sehr häufig gebucht und leben sehr gut davon. Sie hat eigentlich
genauso angefangen, wie du jetzt. Sie fühlte sich damit überhaupt nicht überfordert, sie war einfach überzeugt, dass sie es schafft. Sie hatte auch keine geübte Stimme,
denn sie hatte damals kein Geld für Gesangsausbildung.
Also nimms locker und freu dich über diese grossartige Chance.
Weisst Nahlita, ich denke, wenn du diese Chance von "oben" erhalten hast, dann ist es auch dein Weg und du kannst es auch ganz locker durchziehen.
Lass dir einfach von "oben" Hilfe zukommen, bitte darum.
Du wirst erhalten, was du brauchst; den besten Gesangslehrer/in, die beste Ausbildung, und auch der Erfolg wird sich ganz von allein einstellen.
Schön locker und entspannt bleiben, liebe Nahlita.
Ich wünsch dir ganz viel Erfolg und Glück auf diesen Weg.
Liebe Grüsse
Green Tara

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Green Tara« (13. März 2012, 12:43)


  • »Nahlita Feelgood« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 195

Wohnort: Schweiz

Beruf: Krankenschwester

Guthaben: 10 000 Sterne

  • Nachricht senden

Zwillinge

8

Dienstag, 13. März 2012, 18:50

Vielen Dank für all eure Antworten.

Ja es ist eine Chance, und ja die "Technik" ist emens wichtig - meine Stimme Inhalieren, meine Muskeln meinen Ganzen Körper dabei weit machen - nicht angespannt sein ... tiefe Luft raus singen...wenn ich das alles verinnerliche und veräusserliche - macht mich das ja wirklich zueinem sich besser fühlenden Menschen - und wenn ich Sport dazu betreibe - dreht sich durch den Gesang mein ganzes Leben mit. Das finde ich spannend.

ich hab mir von jedem eurer Beiträge etwas rausgepickt, und bin zu dem Schluss gekommen - das ich lieber zweimal mehr durchatme, als alles durch den Kehlkopf zu pressen ( mit Druck) - hab meine innere Haltung zur Thematik verändert - ich fühl mich jetzt ruhiger - weniger Stressgefühl in mir -- Eustress not Disstress


Habe heute MIttag der Band geschrieben - meine Vorstellung kundgetan und das beinhaltet - ein paar Songs am 30.4. im Sinne von "Goodbye and thanks old Vocal, and Welcome new one" - sie haben noch nicht geantwortet - bin gespannt wie sie drauf reagieren.

Meine Stimme ist noch angekratzt von gestern, also man hört es nicht - aber wenn ich singe tut der Kehlkopf etwas weh.. daher lass ich das heut komplett mit singen - hab soeben nur den Unterschied zu Bauch und Brustatmung getestet - und der Unterschied ist emens - der Schmerz am Kehlkopf ist mehr mit Brustatmung. Hab technisch verstanden, das die Bauchatmung den Gesang ins Fliessen bringt, weil der Druck nicht allein vom Kehlkopf gemacht werden muss. Ergo.. ist dein Beitrag Höflichkeit grad für mich noch verständlicher geworden, weil ich vermute, das das auch etwas mit dem "aus der eigenen Mitte heraus singen" zu tun hat.
Du wohnst garnicht weit von mir weg - mein Proberaum ist in Feldkirch - Höflichkeit :).. wenn ichs mal drauf hab - bist zum Probehören eingeladen :D


Oceanbreeze der richtig grosse Gig ist im August - da spielen wir im "Pirates" wird auch sehr hohe Gage bezahlt, da sollte ich definitiv fit sein in allem.

Nimue - dein Tip mit der 2. Sängerin wird nicht funktionieren - das Konzept ist auf eine Frontfrau aufgebaut und sie wollen auch nur eine - ja und ich finds so auch erstmal gut... so muss ich nicht gleich noch die Harmonielehre dazunehmen - denn zu zweit scheisse singen ist nicht optimal, vor allem wenn man Harmonien verhaut - oder ich meinen Singstil ihrem anpassen muss - da steh ich nicht so drauf :) Ich finde es sehr schön das ich lernen darf , allein in meine Grösse zu kommen, nur durch mich und mit mir . Aber wer weiss was noch kommt, wenns so wäre - wär ich auch dafür offen. Danke für das Spiegeln der Möglichkeiten :D

Green Tara - nun du hast recht, es kann auch alles ganz leicht gehen, wenns richtig angepackt wird - manchmal jedoch kriegt man bei Hau ruck n Bandscheiben vorfall :D..Ich singe Rock Pop.. Pink, Skunk Anansie, Kelly Clarkson.. Volksmusik wird wenn dann nur leicht und sanft gepresst :) das geht wirklich etwas leichter und ist weniger Anstrengend. Ich hab n ziemlich starken natur Gesangsvibrator, der is bei Volksmusik super :) oder bei Country - das geht bei mir auch super - Amy Mc Donald kann ich so locker vor mich hin trällern :) aber bei den anderen Songs.. muss ich gezielt ohne Vibrato singen, weil das Volumen, wenns laut wird - mit Vibrator wirklich die Stimme ruinieren kann, wenn mans 30 Songs so durchmacht :) vor allem wenn man die Töne pressen muss. Guano Apes ohne pressen - klingt wie n Kinderreigen. Trotzdem hast du recht - es kann ganz locker flockig geschehen.. und geb mir Mühe es so zu lernen.




Bin grad sau müd-komme von der Arbeit und werd mich erst etwas ausruhen, bevor ich mein Repertoire zumindest mal EDV - Technisch aufrüste :)


Danke euch wirklich - ihr habt mir den richtigen Weg aufgezeigt - und mich runtergeholt

:liebe:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nahlita Feelgood« (13. März 2012, 19:13)


Beiträge: 807

Guthaben: 10 020 Sterne

Danksagungen: 3

  • Nachricht senden

Stier

9

Mittwoch, 14. März 2012, 06:32

Hallo Nahalita,

deine Begeisterung ist in allen Poren zu spüren und zu lesen ... schööööööööööön :-)

Ich möchte dich dennoch auf einen professionellen Gesangslehrer nochmal hin-stoßen. Vieles was du schreibst klingt schon richtig und gesund und gut ... bei manchen Dingen sträuben sich mir allerdings ein wenig die Nackenhaare ... z.B. sowas wie "ich muss ohne Vibrato singen" zum "Wohle der Stimme" (so mal meine Worte) - das ist gesangstechnisch einfach nicht richtig. Und sowas ist in einem Forum nicht wirklich beschreib- oder erlernbar.
Daher ... mein Tipp: such dir einen Profi, der dich da zumindest einige Stunden coacht - üben musst du dann eh alleine :-)

Viel Freude am Singen
Oceanbreeze
Signatur von »oceanbreeze« "Ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit" Kol. 3,14
Alles (ist) Liebe
Oceanbreeze

  • »Nahlita Feelgood« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 195

Wohnort: Schweiz

Beruf: Krankenschwester

Guthaben: 10 000 Sterne

  • Nachricht senden

Zwillinge

10

Mittwoch, 14. März 2012, 12:09

danke Oceanbreeze für den Wink - ja das werd ich sowieso machen - die semiprofessionelle Band in der ich spiele, hat einen gut befreundeten Profisänger, der das ganze etwas mitbegleitet - im Hintergrund, und für Auftritte und einen Teil des Managements sorgt. er macht schon jahrzehnte Musik und spielt auf mehreren Musikfestivals mit grosser Publikumzahl.. den werd ich mal anfragen für n Coaching. Und das mit dem Vibrato - natürlich ist deine Aussage stimmig. Ich meine damit - das meine spezielle Stimmfarbe und singart bislang darin bestand, das es mir schwer fiel ohne Vibrato zu singen..weil er stets automatisch immer dabei war, das muss ich gezielt auch weglassen können, weil die Stimme nach mehreren Songs, bzw. der Kehlkopf da zusätzlich belastet wird. Aber ich werde mich natürlich noch beraten lassen.

thanks :winke:

übrigens, rückantwort der Band war "Danke für die Ehrlichkeit - besprechen wir am Donnerstag " :D

Jo :) guat.

:prost:

  • »Nahlita Feelgood« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 195

Wohnort: Schweiz

Beruf: Krankenschwester

Guthaben: 10 000 Sterne

  • Nachricht senden

Zwillinge

11

Mittwoch, 14. März 2012, 15:00

Weiss ich nicht ob das damit zusammenhängt, in meinem Mittagsschlaf - träumte ich das ich mit einem Kopfsprung oben ohne ins Wasser springen wollte :).. da leute um mich rum waren - hielt ich die Hände vor die Brust -- zumindest zur zeit des Absprungs, dann lösten sich die Hände von der Brust.. das die anderen bestimmt ein bisschen was gesehen haben könnten. .. der Köpfler sah zwar nicht grazil aus - weil die Beine nicht so ganz in die Streckung kamen - aber ich war danach total verblüfft - das ich zumindest annähernd oben ohne vor leuten stand :D :D - wie ich wieder aus dem Wasser kam - hab ich nicht geträumt :)


:beach: Ich geh dann mal am Bodensee spazieren :) schönen Nachmittag euch allen

  • »Nahlita Feelgood« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 195

Wohnort: Schweiz

Beruf: Krankenschwester

Guthaben: 10 000 Sterne

  • Nachricht senden

Zwillinge

12

Freitag, 16. März 2012, 02:20

Es geht weiter - Diskussionen fördern Zusammenhalt, kennenlernen und stellen Standpunkte klar - stellen Ebenen her und lassen Knoten platzen - es ging heute leicht.

Doch sicher ist das NICHTS sicher ist. :evil:

Ich lerne - und die Stimme ist wirklich ein sensibles Organ.. mit jedem Fehler lerne ich und heute war ein überraschender Bandtag...Danke euch wirklich!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nahlita Feelgood« (16. März 2012, 02:50)


Legende:

Forum enthält keine neuen Beiträge
Forum enthält neue Beiträge
Forum ist geschlossen
Forum ist ein externer Link