Vertauen des Patenbub Ehrt mich
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Vertauen des Patenbub Ehrt mich |
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| Vertauen des Patenbub Ehrt mich |
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Hallo meine Lieben!
Heute will ich euch mein gestriges Erlebnis erzählen nur eine kleine Alltagsbegeben. Die mich nachdenklich macht.
Ich war ein wenig Stolz. Mein Patenbub ist ja in der Entwicklung zurück geblieben. Feinmotorik und Sprache. Er ist 14 aber im verhalten wohl eher wie ein 10 Jähriger, schulisch wie ein Erstklässler im schreiben und rechen 2 bis dritt klässler. Was aber leider nicht seine schuld ist. Er wurde erst ab 10 wirklich gefördert als er in dieses Heilpädagogische Schulwohnheim kam. Zuvor schlepte man ihn durch in öffentlich Schulen und liess ihn einfach in einer Spielecke einer Kleinklasse. Aussage der Lehrer... sie zwingen kein Kind zu leren da es überfordert werden könnte. Na gib einem sieben bis neun Jährigen die Wahl... Spielen oder Rechnen oder schreiben. Was denkt ihr wählt das kind?
Die Eltern wollten jahrelang nicht akzeptieren, dass beide Söhne zurück geblieben sind. Der kluge Vater weigerte sich schon im kindergartenalter seine Söhne in ein SPezielee Klasse zu geben die ihn gefördert hätten. Bis es mit 10 nicht mehr gieng. Da kam er in dieses Internat. Schlagartig war das zu spüren.
Seit einem jahr spielt ER Keebord und bekommt im Schulheim Stunden. Ich sagte das den Eltern schon als ER 10 war. Weil ER mal bei mir zuhause spielte... Und ich feststellte der bursche spielt gerne mit dem Rythmus und takt hat ein gefühl dafür. Nun gut wie gesagt, er hat jetzt ein Keebord.
Als wir im Wohnheim waren musste die mama noch zum Schulleiter. Tobias fragte ob ich DA mit müsse. Ich sagte nein. Er lud mich in sein zimmer ein, ER möchte es mir zeigen.
Ich folgte ihm ins oberste Stockwerk und stand mitten iner Wohnküche der Gruppe. Die gerade bei der zwischenmahlzeit war. Ein Betreuer stand auf und gab mir die hand. Tobis stellte mich vor. Etwas verlegen so plötzlich in den Wohnräumen der Schule zu stehen, sagte ich, er möchte sein zimmer zeigen. Selbstverständlich sagte der Leiter.
Ein Mädchen nahm mich an der Hand und wollt mit. Der leiter rief sie zurück. Sie liessen uns alleine in sein Zimmer. (Privatsphäre) wie ich im stillen realisierte.
Im ersten Moment erschrak ich über das winzig kleine Zimmer, dass fast wie ein Käfig wirkte. Doch ER stellte sich mitten rein und stahlte... Das alles ist meins..... Na also unglücklich scheint ER ja nicht zu sein dachte ich. Ich fragte ob alle ein eigenes zimmer haben. Denn häfig ist das ja nicht so. Er bejate und erklärte wer wo wohnt.
Ein Raum gerade Platz für Tisch Stuhl Bett und Schrank und das Keebord stand auch DA. Mit Noten auf dem Ständer. Ich fragte ob ER mir was vorspiele.... Verlegen sagte ER neiiiiin.... Ich stupste ihn an und sagte... He ich kann nur alle meine äntchen. Du kannst sicher mehr.... Willst es mir nicht zeigen? Er nickt....
Da ich spürte dass er hemmungen hat, fragte ich ob ich Türe schliessen soll, während er das Keebord bereit stellte. Er schob ein Tischchen weg und steckte das keebord ein. Sagte dabei. "Nein lass die Tür offen. Und begann zu spielen.
In der Wohngruppe im Aufenthaltsraum wurden die Bereuer einen Moment ruhig. Ich fragte ihn ob ER denn überhaupt darf. Denn ich hatte das gefühl von ungesehen Augen beobachtet zu werden.
Kann ja sein dass sie DA bestimmte zeiten haben..... ER nickte blätterte um und spielte das nächste Lied. (Freude schöner Götterfunken) Klar langsamer... Als normal aber im Rythmus richtig... Und AB und an mal zwei tasten erwischt. Was auch klar ist, wegen der Motorik. Einmal ein falschen Ton den ER sofort bemerkte und nochmals spielte.
Während dem spiel kam ein erwachsener und setzte sich zum Jungen im Nachbarzimmer gegenüber von unserem. Denn der Junge drüben war krank.
Als ER fertig gespielt hatte, drei Lieder waren es, kam der Bereuer... Und fragte... "Na alles klar....." Ich nickte und fand "ER hat mir was vorgespielt." Immer noch das gefühl da stimmt etwas nicht. Der Leiter schmunzelte eigenartig und fand: "ich höhrte es, sehr schön.... Und teilte noch einen wichtigen Zahnarzttermin mit. Den Tobias gleich aufschrieb.... Na ja mit dem N beim Zahn das wollte einfach nicht in das Wort... Und am schluss das *zt* war auch schwer..... Doch er schrieb es so oft bis es stimmte. Es brauchte ein paar mal weil er sich beeilen wollte. Ich hielt ihn an, wir haben zeit.... Als er er schaffte rannte er zum Leiter und zeigte es Stolz.
Dann erhob sich der mann im anderen Zimmer und reichte mir die hand... er sei ein lehrer von Tobias. Ich stellte mich auch vor.... Der war nicht zufällig nebenan.... wie ich später feststellte. Ich spürte schon dass wir zwei von den Pädagogen offensichtlich genau beobachtet werden. Klar ich kenne das. Da wird alles raportiert in solchen Heimen.... Erfolgaziele Verhalten und und und....
Auf jeden fall kam dann die mama in der zwischenzeit und wir machten uns auf den Heimweg. Im Korridor sagte ich dass Tobias mir Vorspielte. Sie blieb stockend sehn... "Was!!!!!!.... Wow.... Echt hat ER das.... was für eine Ehre.... dass er das tat... echt, das ist eine Ehre...."
Leute, ich bin die Erste Person ausser den Lehrern und Pädagogen im Heim, die ihn spielen hörten. Auch seine Eltern höhrten ihn nie..... Nach einem jahr Keebordstunden..... Schon eine Ehre..... dass er mir vorspielte... oder?????.... Das beeindruckte mich tief. Ich dachte immer die Bindung zu ihm sei nie so stark..... Ob ich mich da nicht täuschte.... würde er sonst vorspielen?
Ich vermute es liegt am Umgang mit ihm. Die Eltern akzeptieren nicht dass ER so ist wie ER ist. Ich schon... Ich neheme ihn so wie ER ist.... Und ich denke das hilft schon. Ich kritisierte nicht als ein falscher Ton kam.... ER korrigierte und ich sagte hey gut.... Er ist sehr Sensibel und auch auf seine Art Intelligent.
Das erlebte machte mich nachdenklich. Und zwar in eine andere Richtung, ich horchte in mich.... meine Art wie ich mit menschen umgehe. Dann kam mir ein Mann in den Sinn den ich mal im Behindertenwohnheim betreute. Dort kündigten sie mir. Grund.... Die Bewohner kämen mit mir nicht klar.... Und sie ertragen mein doofes lachen nicht.... Na ja die Wohnleiterin lachte nie....
Da war mal folgendes Ein bewohner hatte eine freundin. Auch behindert. Die Betreuer wollten ihn ausfragen und taten es im lächelerlichen ton... Komm erzähl mal was machst du am wochenende so mit ihr.... Hast du briefchen geschrieben und so.....sie hat Geburtstag.... Hast du was hübsches... Was schenkst du.... ER erzählte nichts... Und es hiess ER sei immer so verschlossen, unfähig gefühle zu zeigen und zu keinem Vertrauen, auch nicht zu der vertauensperson.
Am nächsten morgen, ich duschte einen patienten, kam ER in die Dusche. Angezogen und barfuss. Ich sagte ich komme später wegen den Socken helfen..... Er konnte sich sonst selber anziehen. Dann begann ER zu erzählen. Weisst du meine freundin und und ich wir....... Und ER erzählte und erzählte (verrate ich jetzt nicht, smile, denn ich bin die einzige die es Weiss, smile) während ich den anderen Bewohner Duschte..... Plapperte ER vortlaufend und während dem Anziehen ebenfalls.... Als ich fertig war sagte er.... So, jetzt gehe ich. Das wollte ich dir nur erzählen.....
Als ich dort die Kündigung bekam weinte er..... So viel zu gefühlen zeigen.......
Tja oder ein andere bewohner. Er trägt Fussschienen und ER hat stets Tobsuchtsanfälle wenn die angezogen werden mussten. Bei mir hatte ER das nie..... Hmm.... Sein Tobsuchtsanfälle begannen stets, wenn die gruppenleiterin antrabte.....
All das schwirrte gestwern in meinem Kopf herum.... und dachte.... ich sollte wirklich wieder etwas in diese Richtung versuchen.... vielleicht habe ich ja Glück und finde doch noch was... auch wenn der fachausweis fehlt... oder ich habe noch mehr Glück und kann so was nachholen....
Ich spürte einfach wo ich im grunde genommen hingehöre.... es muss nur ein Arbeitgeber gefunden werden, der das ebenfalss spürt... auch ohne Fähigkeitsbescheinigung.....
So schluss des Threands... ist jetzt nicht mehr ganz Patenbub.... aber er hat was ausgelöst in mir.
Grüsse Terry
__________________ Nimm dir Zeit zum lachen, es ist die Musik der Seele.
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18.01.2008 12:12 |
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Konia unregistriert
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| RE: Vertauen des Patenbub Ehrt mich |
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Oh Terry....
Das ist schön, und bestimmt ein einzigartiges Gefühl.
Komisch, ich kenn das auch. Ich habe zwei Jahre auf einem Therapeutischen Reiterhof gearbeiete, und da kamen auch oft Behinderte. (Erwachsene und Kinder)
Ich die kleine schüchterne Carolin, die still ist und nicht aufallen will, war oft sehr beliebt. Und wurde geliebt. Oft küssten mich die Behinderten einfach so auf die Backe. Ich fand das damals eklig.
Irgendwie hatte ich einen anderen zuhang zu den Behinderten Menschen, ich kann es nicht ganz nachvollziehen? Da ich nicht geschult war und nicht Selbstwewusst war.
Einmal war ein Junge da der Angst hatte zu Reiten. Wir ritten an dem Tag aus, und er lief neben her. Dann blieben wir stehen um einen Reiterwechsel zu machen. Ich schaute - die Betreuer schauten nicht her und ich wubbte ihn einfach ohne vorwarnung aufs Pony hoch.
Im ersten moment war er sehr erstaunt, aber ich lief kleich weiter und er fing an zu Jubeln, und sich zu freuen.
Die Betreuer hatten es davor mit gut zureden versucht und großes übereden, ne da ging nix.
Meine Chefin schaute mich erstaunt an und lobte mich.
Liebe grüße Sternenlicht
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Konia: 18.01.2008 12:32.
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18.01.2008 12:31 |
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| RE: Vertauen des Patenbub Ehrt mich |
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schön terry,
auch du gehörst dazu..............du öffnest die HERZEN.
mich freut so etwas .irgentwo und irgendwie finde ich
mich überall wieder .diese geschichte....nimm mich wie ich bin....
und du hast ihn so akzeptiert.... wie er ist.
Lieben gruß
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18.01.2008 15:02 |
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| RE: Vertauen des Patenbub Ehrt mich |
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Hallo Terry,
es wäre schön, wenn du wieder mit Behinderten arbeiten würdest. Du hast den richtigen Zugang zu ihnen, den Zugang mit dem Gefühl, genauso wie bei Sternenlicht.
Solche Menschen wie ihr sollten in Berufen tätig sein, in denen sie denjenigen Menschen helfen könnten, die es am allernötigsten haben.
Ich arbeite in einem Altenheim und habe dort viel mit Dementen zu tun und liebe diese Arbeit. Es gibt viele Kollegen, die einen guten Zugang zu diesen Menschen haben, aber auch einige, die nur ihren Job tun und eiskalt sind. Leider wird der Stress, Druck und Zeitmangel immer größer und dadurch haben viele keine Geduld mehr mit den Kranken oder Dementen, obwohl gerade diese sehr viel Zuwendung brauchen würden.
Liebe Grüße
Hel
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18.01.2008 16:08 |
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| RE: Vertauen des Patenbub Ehrt mich |
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Hallo Leute!
Hel, ja das kenne ich.... ich habe über ein jahr versucht, wieder in dieser richtung einen job zu finden. überal hies es es fehle der fachausweiss. Das menschliche sehen diejenigen die einstellen nicht.
Ich werde wohl aus geldnot nochmals vorübergehend in einem Callcenter landen... doch dann umschauen... bis sich eine Tür öffnet.... Das hat mir mein Patenbub gezeigt....
Liebe Grüsse Terry
__________________ Nimm dir Zeit zum lachen, es ist die Musik der Seele.
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18.01.2008 17:48 |
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