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Die Lichtung ~ Das Herz des Waldes - (Geschichte)

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Konia
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Hallöchen, winke

Ich Poste jetzt Doch die Geschichte, und hoffe ich bekomme sie noch Zuende. großes Grinsen



Die Lichtung

Das Herz des Waldes

Vor langer langer Zeit gab es einen großen Wald in einem fernen Land. Der Wald war so groß, dass man Monate - wenn nicht Jahre - brauchte, um ihn zu durchqueren. Der Wald existierte schon viele Jahrhunderte von Jahren. Manche Bäume darin waren schon sehr alt, doch noch immer schafften es junge Bäume am Waldboden zu gedeihen. Die Tiere, die darin wohnten, waren scheu und selten zu sehen. Manch einer berichtete von seltsamen Kreaturen, die man nur aus der Fabel kannte.
In der Mitte des Waldes lag eine große Lichtung. Sie war das ganze Jahr mit unterschiedlichsten Wild- und Frühlingsblumen übersäht. Denn auf der Lichtung herrschte der Frühling.


Sie war an diesem Aprilmorgen früh aufgewacht. Verschlafen streckte sie ihre Glieder und gähnte herzhaft. Ihr Name war Elffi. Sie lebte mit ihrer Familie mitten im großem Wald.
Sie hatte drei Geschwister, einen Zwillingsbruder mit Namen Thilo, auch er war - wie sie - fünfzehn Jahre alt und eine jüngere Schwester Maja, sie schlief mit ihr im Zimmer. Der Älteste Bruder Malwin war auf Wanderschaft, kehrte aber bald davon zurück. Ihr Vater war von Beruf Holzfäller, ihre Mutter arbeitete nicht, sie erwartete bereits ihr fünftes Kind.

Elffi stand auf - ihr langes braunes Haar reichte bis zur Taille - und ging ans Fenster. Müde schaute sie sich mit ihren blauen Augen im Zimmer um. Maja schlief noch. Was für ein schöner Morgen, dachte sie und öffnete zugleich das Fenster. In dieser frühen Jahreszeit war es am Morgen noch recht frisch. Die Sonne ging gerade auf, alle Baumwipfel waren in ein goldenes Licht getaucht. Sie betrachtete ihre kleine Schwester liebevoll, wie friedlich diese doch im Schlaf aussah. Das war schnell vorbei, wenn Maja aufwachte, denn dann war sie ein totales Energiebündel. Phuu ist das kalt! Elffi rieb sich ihre Arme, leise schloss sie das Fenster. Sie zog ihren Rock ihre Bluse an und ging aus dem Zimmer. Zuerst lief sie in den Schuppen, um Holz für den Ofen in der Küche zu holen.

Schwer schnaufend kam sie in die Küche herein. Dort war ihre Mutter Ottilie dabei, den Tisch für das Frühstück zu decken.
Es war eine gemütliche robuste Wohnküche. Der Kamin lud ein, sich davor zu setzen, um schöne Stunden dort zu verbringen. Ein Bogen aus roten Bachsteinen spannte sich über der Öffnung des Kamins. Der Küchentisch war aus schwerem Eichenholz gezimmert. Eine Eckbank umschloss ihn von zwei Seiten. An der kurzen Seite war ein Fenster, von dem man in den Hof schauen konnte. Die Küche bestand ausserdem aus einem Ofen und einer Arbeitsplatte. Über den Ofen hingen Töpfe, Pfannen, Löffel, Messer und alles, was man zum Kochen brauchte.

„Ah gut, du hast schon Holz geholt“, sagte ihre Mutter.
„Ja, macht mir nichts aus“ antwortete Elffi, sie stellt den Korb mit dem Holz neben den Ofen.
„Guten Morgen“, ihr Vater Alwin kommt in die Küche herein.
„Morgen“ sagten Elffi und Ottilie. Alwin geht zum Ofen und schürt in an.
„Ich geh dann mal Maja und Thilo wecken“, sagt sie in die Runde.

Als Elffi in ihr Zimmer kommt, ist ihre Schwester schon auf, lachend springt sie ihr in die Arme.
„Wo warst du denn?“, fragt sie Elffi fröhlich.
Ihre kurzen blonden Locken umschließen ihr rundes kindliches Gesicht. Wie ein Engel, schießt es Elffi durch den Kopf. Verschmitz strahlen Majas wasserblauen Augen zu ihr hinauf.
„Ich war schon Holz holen, meine kleine Maus, es gibt jetzt Frühstück. Kannst du Thilo wecken, dann kann ich Mama unten in der Küche noch helfen.“

Ihre Mutter war schon fast fertig mit dem Frühstück. „Kannst du bitte noch schnell in den Stall gehen und ein paar Eier holen?“, fragte sie Elffi.

Als alle bei Tisch saßen, gab es selbst gebackenes Brot. Als Aufstrich Butter, Käse, Wurst, Marmelade und für jeden ein Frühstücksei.
Sie hielten sich an den Händen und sprachen ein Gebet: „Oh All-Sein, wir danken dir von Herzen für die Gaben, die du uns heute beschert hast ...“
Dann wurde gegessen.
Nach einer Zeit des Schweigens sagt Alwin: „Morgen kommt euer Bruder Malwin von seiner Wanderschaft zurück. Eure Mutter und ich haben uns überlegt, dass wir ein kleines Fest vorbereiten und ihn damit überraschen.“
“Das finde ich eine gute Idee“, sagte Thilo strahlend. „Mama kochst du dann was Leckeres?“ fragte Maja.
„Ja, genau, wir machen so ein richtig leckeres Essen“ sagte Ottilie.
Sie waren sich alle sehr schnell einig, dass es eine gute Idee war. Die Sache war beschlossen.
„Ottilie, du erledigst das Kochen“, sagte Alwin zu seiner Frau. „Elffi und Thilo ihr geht zur Waldlichtung und pflückt einen schönen Strauß Blumen.“
„Ich will auch zur Waldlichtung mitkommen“, rief Maja laut aus. Flehend schaute sie ihrer Mutter ins Gesicht.
„Das ist zu gefährlich und zu weit für dich.“ sagte ihre Mutter bestimmt.
Eine Träne kullerte über Majas Wange hinunter: „Aber, da war ich noch nie.“
„Du kannst mir doch hier in der Küche beim Kochen helfen“, sagte sie zärtlich und strich mit einer Hand über ihre Löckchen.
Kurz zuckten Majas Mundwinkel, doch bald leuchteten ihre Augen wieder. Sie liebte es mit ihrer Mutter alleine zu Kochen.

Als sie alle mit essen fertig waren, räumten Ottilie und Elffi den Tisch ab. Alwin war nach draußen gegangen, um Holz zu hacken. Thilo kam über den Hof zu seinem Vater gelaufen: „Du Papa, wann fahren wir in den Wald und schlagen Holz für den kommenden Winter?“
„Das habe ich mir auch schon gedacht, dass wir das in den nächsten Tagen machen könnten. Wenn Malwin dann auch noch da ist, haben wir das bald geschafft.“, sagte Alwin.
Elffi liebte den Wald, seit sie denken konnte, war sie immer gerne darin spazieren gegangen. Sie liebte besonders die alten Bäume, Stunden konnte sie unter einen Baum sitzen, einfach nur vor sich hin dösen und träumen.

Am nächsten Morgen waren Thilo und Elffi unterwecks zur Waldlichtung, um die Blumen zu pflücken. Zur Waldlichtung war es ein langer Weg. Sie waren kurz nach Sonnenaufgang losgezogen. Nur Alwin und Ottilie waren schon wach gewesen. Ihre Mutter hatte ihnen noch einen Korb mit Essen mitgegeben.
Einen Weg gab es nicht, deshalb mussten sie sich selber einen durch den Wald suchen. An manchen Stellen war das Gestrüpp so dicht, dass sie sich mit Stöcken auch hier einen bahnen mussten.
Erschrocken blieb Thilo stehen, ein Stück weiter vorne in einem Busch hatte sich etwas bewegt.
„Warte bleib stehen“, warnte Thilo Elffi.
„Was kann das sein“, fragte Elffi.
„Es könnte ein Wolf sein oder ein anderes wildes Tier. Bleib hier stehen, ich werde rüber gehen und nachsehen.“
„Aber paß auf, dass dir nichts passiert. Elffi hatte ein wenig Angst um ihren Bruder.

Geduckt und mit leisen Schritten ging Thilo auf das Gestrüpp zu. Da ... es bewegte sich schon wieder. Erleichtert atmete Thilo auf, es war nur ein Reh, kein Wolf oder ein anderes gefährliches Tier. Das Reh lag auf dem Boden und konnte anscheinend nicht aufstehen. Irgendetwas war komisch und anders an diesem Reh, er konnte aber nicht genau erkennen, was es war. „Elffi du kannst rüber kommen“, er winkte seiner Schwester zu das sie kommen konnte. „Schau dir das mal an, irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht."

Elffi beugte sich zu dem verletzten Reh herrunter. Zärtlich strich sie über das Fell des Rehs, um es zu beruhigen. „Ich Weiß nicht genau.“... Doch da, fiel ihr es wie Schuppen von den Augen. „Ich fühle keinen Herzschlag, w...w...wie kann das sein, es lebt doch?“
„Bist du dir ganz sicher, fühl noch mal nach", sagte Thilo zu ihr.
Elffi legte ihre Hand ganz fest auf den Bauch des Rehs: „Nichts, da ist nichts." Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken herunter. „Komm las uns hier verschwinden, das ist mir nicht ganz geheuer.“
“Aber... wir können das Reh doch hier nicht einfach so liegen lassen?“ sagte Thilo verwundert.
„Lass uns gehen, ich habe Angst.“ Elffi zog Thilo mit sich mit.
„Wenn du meinst, dann gehen wir halt weiter.“
Sie waren jetzt schon über zwei Stunden unterwegs „Können wir eine kurze Pause machen und etwas essen, ich habe heute Morgen ein bisschen zu wenig gegessen“ fragte sie.
„Ja klar, gleich da vorne ist ein Baumstumpf, auf den kannst du dich setzen“.
Als Elffi gegessen hatte, gingen sie weiter.
Um die Mittagszeit erreichten sie die Lichtung.
„Oh ist das schön hier, und so viele Blumen in verschiedenen Farben! Das ist ja wunder schön ... ob wir hier willkommen sind“, fragte Elffi. „Ja, ihr seid hier willkommen“ hörte Elffi eine Stimme. Elffi zuckte zusammen. „Ha..ha..hast du auch gerade diese Stimme gehört.“
„Ich habe nichts gesagt und nichts gehört, was für eine Stimme sollte das denn sein, wir sind doch nur zu zweit“, fragte Thilo irritiert.
„Ach vergiss es, lass uns erst einmal eine Pause machen und etwas essen. Ich habe schon wieder einen Bärenhunger“, lenkte Elffi ab.
Danach begannen sie Blumen zu pflücken.
„Wie viele hast du denn schon“, fragte Thilo Elffi.
“Ich bin fast fertig, nur noch diese eine schöne blaue Blume da hinten.“ Die Blume war wunderschön, und wie sie duftete. Elffi steckte sie zu den anderen Blumen in ihren Strauß, „So jetzt können wir gehen.“

Zuhause angekommen stelle ihre Mutter die Blumen in eine Vase, es war schon Nachmittag geworden. Ihr Bruder hatte geschrieben, dass er am frühen Abend nach Hause kommen würde.
Ottilie hatte schon mit Maja mit Kochen begonnen. Es gab Fasan in Soße mit Kartoffel, mehr konnten sie sich nicht leisten. Den Fasan hatte Alwin heute Morgen erlegt.
Alle waren eifrig damit beschäftigt, das Fest vorzubereiten, Malwin konnte jeden Augenblick nach Hause kommen.

Malwin freute sich, auf das Wiedersehen mit seiner Familie. Die Bäume waren ihm schon sehr vertraut, es konnte nicht mehr lange dauern, dann war er endlich zu Hause.
Eilig lief er durch den Wald, seine starken Beine stampften über den Waldboden. Es war hoch gewachsen und von kräftiger Statur. Sein blondes gewelltes Haar, hing ihm in sein verschwitztes Gesicht. Seine blauen Augen suchten nach dem vermissten Heim.
Da, konnte er das Haus seiner Eltern durch die Bäume sehen. An der Haustür angekommen, wurde sie auch schon mit einen Schwung aufgestoßen.
„Malwin, Malwin!“ jubelte Maja. Sie fiel ihm um den Hals. „Endlich bist du wieder da!“
„Ach Schwesterherz, wie ich mich freue, euch alle wieder zu sehen.“ Malwin war ganz gerührt von der überschwänglichen Begrüßung seiner kleinen Schwester.
„Komm rein, alle warten schon, Mama und ich haben gekocht“, sagte Maja.
„Oh ja, ich rieche es, was für ein Duft! Da hat sich Mutter aber große Mühe gegeben.“
Alle waren überglücklich, dass Malwin wieder zu Hause war. Das Essen war köstlich, allen schmeckte es sehr gut. Beim Essen erzählte Malwin was er alles Aufregendes auf seiner Wanderschaft erlebt hatte. An manchen Stellen schlug Ottilie vor Schreck die Hand vor den Mund.
„Die Blumen sind wunderschön“, sagte Malwin, „vor Allem die Blaue in der Mitte“.
„Ja, die gefiel mir auch am besten,", sagte Elffi.
Von der Stimme, die sie bei der Lichtung gehört hatte, wollte sie lieber nichts erzählen. Elffi hatte für sich beschlossen, heute Nacht alleine zur Waldlichtung zu gehen, um heraus zu finden, was das für eine Stimme war.

~ * ~

Als alle gegessen hatten, gingen sie ins Bett. Alle waren sie sehr müde, heute war ein langer Tag gewesen.
Nur Elffi lag wach im Bett, sie wartete darauf, das Maja einschlief. Nach einer ganzen Weile stand sie auf und ging rüber zu dem Bett ihrer Schwester. „Maja schläfst du schon?“, flüsterte sie, doch ihre Schwester antwortete nicht. Nur ihre regelmäßigen Atemzüge waren zu hören, Maja schlief tief und fest.
Leise schlich Elffi aus dem Zimmer und die Treppe runter. Sie schrieb ihren Eltern noch schnell eine kurze Nachricht, damit sie sich keine Sorgen machten.

Liebe Mama, lieber Papa,
ich bin zur Waldlichtung gegangen.
Bitte macht euch um mich keine Sorgen.
Ich bin so schnell wie möglich wieder zu
Hause.
Gruß und Kuss, Elffi

Den Zettel legte sie offen auf den Tisch, dass ihre Eltern ihn morgen früh gleich sehen würden. An der Garderobe zog sie ihren Umhang und ihre Stiefel an. Dann schlich sie aus dem Haus.
Der Mond war voll. Zum Glück! dachte Elffi. So kann ich zumindest ein bisschen sehen.
In der Ferne konnte sie eine Eule rufen hören. Elffi lächelte und lies die Nachtgeräusche ganz auf sich wirken. Sie war schon öfters alleine in der Nacht im Wald spazieren gegangen. Alles war ihr sehr vertraut. Ihr war beim Laufen kalt geworden, fest schlang sie den Umhang um ihre Schultern.
Durch die Baumwipfel konnte sie den Mond sehen, seine silbernen Mondstrahlen erleuchteten den Waldboden. „Danke lieber Mond, dass du heute Nacht so hell scheinst“, sagte sie laut. „Hoffentlich habe ich mich nicht verlaufen!“. Elffi wusste nicht mehr genau, wo sie war, im Dunkeln sah auch alles ganz anders aus. Kreuz und quer stapfte sie durch den Wald. Dornenranken hatten sich in ihrem Haar und im Umhang verfangen. Da, ein herrlicher Blumenduft stieg ihr in die Nase.
„Pfff...Ich habe es geschafft“, seufzte Elffi froh. Es konnte nicht mehr weit sein.
Sie war angekommen, die Lichtung war mit hell leuchtenden Glühwürmchen übersät, die mal da, mal dort hinflogen. Elffi staunte, denn so etwas hatte sie noch nie gesehen. Langsam und achtsam schritt sie in die Mitte der Lichtung. Eine feierliche Stimmung breitete sich in ihr aus.
„Wie schön das hier ist, und dieser Duft!“, ihr war, als ob sie Träumen würde.
Behutsam setzte sie sich ins Gras. Nach dem langen Laufen war sie sehr erschöpft.
„Oh, bin ich müde." Elffi legte sich ins weiche Gras, ihr fielen die Augen zu.

@Copyright: Carolin Eva Weiss

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08.02.2008 22:07
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Konia
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RE: Die Lichtung ~ Das Herz des Waldes - (Geschichte) Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

„Hallo, Hallo!“
Etwas schwirrte über ihr Gesicht und kitzelte ihre Nase.
„Ha...ha...hatschi!“
Elffi musste niesen und öffnete die Augen. Helles Tageslicht blendete ihre Augen.
„Endlich bist du wach! Ich musste dich ganz schön oft kitzeln.“ sagte eine piepsige Stimme.
Verwundert schaute Elffi sich um. Wo kam nur diese zarte Stimme her? Sie sah niemanden.
„Wer bist du und wo bist du?" rief sie laut.
„Hier oben! Das ihr Menschen immer nur auf den Boden schauen müsst.“ Die niedliche Stimme fing an zu lachen.
Elffi legte ihren Kopf in den Nacken, und wollte ihren Augen nicht trauen! Genau über ihren Kopf schwirrte ein Vogel. Elffi sah genauer hin, nein ein Vogel war das nicht.
„Ich kann dich fast nicht sehen, die Sonne blendet mich so.“
„Na dann.“
Schon war das schwirrende Etwas verschwunden, und tauchte auf dem Boden vor Elffi wieder auf.
Erstaunt riss Elffi ihre Augen auf. Vor ihr stand ein kleines Mädchen, gerade mal so groß wie ihre Hand.
Langes, goldblondes Haar fiel ihr über die Schultern. Dazu hatte es ein wunderschönes, blaues Kleid an. Langsam erkannte Elffi, wer da vor ihr stand.
„Bist du eine Fee", fragte sie schüchtern.
„Ja genau, die bin ich“, sagte die Fee freundlich.
„Ich wusste nicht, dass es euch gibt!“
„Das wissen die meisten Menschen nicht, nur ganz wenige von euch können uns sehen. Übrigens mein Name ist Philine.“
„Schöner Name“ sagte Elffi. „Und was willst du von mir“?
„Ach ja, genau das hätte ich fast vergessen! Ich soll dich zu Leifur bringen“.
„Wer bitte ist den Leifur", fragte Elffi neugierig. Verwirrt runzelte sie die Stirn. „Und was für eine Stimme war das, als ich mit meinem Bruder das letzte Mal hier war?“ Elffi hatte so viele Fragen, sie verstand das alles nicht. Was wollten diese Wesen von ihr? Ihr ging das alles viel zu schnell.
„Das war der Hüter….ups“. Philine schlug ihre Hände vor den Mund. „Ich darf dir nichts sagen“, nuschelte sie. „Ich sage dir nur so viel: Ich habe einen Auftrag, der darin besteht, dich zu Leifur zu bringen. Alles andere darf nur er dir selber sagen. Alles andere wirst du von ihm hören. Komm gehen wir!"
Philine schwirrte in die Luft und flog davon.
Elffi sprang auf.
„Nicht so schnell, ich komme ja nicht hinterher!“.
Philine kam zurück.
„Oh 'Tschuldigung“ sagte sie verlegen. Wir haben es aber eilig“.


@Copyright: Carolin Eva Weiss

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08.02.2008 22:11
Konia
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Sie waren schon eine ganze Weile durch den Wald gelaufen. Elffi konnte langsam nicht mehr, die kleine Elfe war auch zu schnell.
„Wie weit ist es denn noch?“ keuchte sie. Ein fieses Seitenstechen plagte Elffi schon eine ganze Weile. „Ich habe keine Flügel so wie du, ich kann nicht mehr!“
Wie vom Blitz getroffen, blieb Philine zugleich in der Luft stehen. Elffi schnaufte innerlich auf. Die kleine Elfe rührte sich nicht, nur ihre Flügel schwirrten leise durch die Luft.
„Still, ich habe etwas gehört“, wisperte sie.
Elffi stutze. „Was?“ angestrengt lauschte sie in den Wald hinein, außer denn vertrauten Waldesrauschen konnte sie nichts Verdächtiges hören.
„Wa...wa...was ist denn? Nervös schaute sie sich um. „Was hast du denn gehört?“ frage sie dann mit zitternder Stimme.
„Schnell, versteck dich, ich höre Trolle.“
Philine landete leise auf dem Boden und lief zu einem dichten Gestrüpp.
„Komm!“ flüsterte sie. „In dem Gestrüpp haben wir beide Platz.“ Philine verschwand darin.
Elffi kroch leise in das Gestrüpp, hinein. Äste und Blätter zerkratzen ihr Gesicht.
„Wow!“, sagte Elffi erstaunt. „Das ist ja unglaublich!“
Das Gestrüpp war gar kein Gestrüpp, sondern eine gut getarnte Waldhütte. Elffi ließ ihren Blick durch den kleinen Raum schweifen. Links neben der Tür stand ein kleines schnuckeliges Bett. In der Mitte des Raumes lag ein bunter Teppich mit weichen Kissen darauf. An den Wänden hingen viele Bilder - von merkwürdigen Tieren - gegenüber von dem Bett war ein Kamin, in dem ein Feuer prasselte.
Philine saß auf dem Bett und spielte mit ihrem Zauberstab. Elffi setzte sich neben sie und sah sie fragend an.
„Jetzt musst du mir aber mal erklären, was das hier alles zu bedeuten hat“, sagte Elffi.
„Nun ja, das ist alles nicht so einfach.“
Philine schwenkte ihren Zauberstab durch die Luft, so dass er lauter blaue Funken sprühte. „Wir müssten uns, vor den Trollen verstecken, die mögen Feen überhaupt nicht, und sie stehen nicht auf unserer Seite. Es sind ganz ungemütliche Zeitgenossen. Du würdest ihnen nicht gerne begegnen wollen.“ Sie nickte.
„Was, gibt es noch mehr solche Wesen? Erzähl schon, muss man dir jedes Wort aus der Nase ziehen.“ Elffi war gereizt und ungeduldig. „Wenn du mir nicht sagst, geh ich wieder nach Hause!", versuchte sie zu drohen, doch sie wußte, dass sie den Weg alleine niemals wieder zurückfinden konnte.
Philine war vom Bett gesprungen und flog nervös im Zimmer auf und ab.
„Ich kann nicht, ich habe geschworen kein Wort mit dir darüber zu reden, ich habe dir eh schon viel zu viel gesagt.“
Sie war auf dem Teppich gelandet und setzte sich hin.
„Versuch doch ein bisschen zu schlafen, wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Du wirst ganz sicher deine Antworten bekommen, doch NICHT JETZT!“ Philines Stimme war zum Schluss zu einem Schrillen piepsen angeschwollen.
Erschrocken schaute Elffi der kleinen Fee ins Gesicht. Vor Verwunderung brachte Elffi nur ein „Okay" heraus.
Sie kuschelte sich in die Decken. Lange Zeit konnte sie nicht einschlafen, ihr ging das ganze Abenteuer noch im Kopf herum. Nach einer geraumen Zeit schlief sie doch vor lauter Erschöpfung ein.

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08.02.2008 22:15
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Am Morgen als Elffi erwachte, war Philine nicht da.
Verdutzt schaute Sie sich um, sie war nicht zu sehen. Wo konnte sie nur sein?
Sie stand auf, um sich ein bisschen umzusehen. Viel gab es ja nicht zu sehen. Elffi ging zu einem der Bilder an der Wand. Gestern Abend war sie viel zu müde gewesen, um sich diese genauer anzusehen. Auf den meisten Bildern waren Tiere abgebildet, die Elffi nicht kannte. Sie wusste noch nicht einmal, dass es diese überhaupt gab. Sie ging von Bild zu Bild. Von einem der Bilder war sie besonders fasziniert. Es zeigte einen Pegasus in der Luft, seine kräftigen Schwingen waren weit ausgebreitet. Komischerweise war ihr das Bild sehr vertraut. Zärtlich strich sie darüber.
Sie war so eingenommen von dem Bild, das sie nicht merkte, das Philine in die Hütte gekommen war.
„Hallo, ich habe uns beiden etwas zum Essen gebracht!“
Elffi zuckte zusammen. „Ach, hast du mich aber erschreckt!“
Als sie sah, was Philine da für sie mitgebracht hatte, war der Schreck jedoch wieder vergessen. Wann hatte sie zum letzten Mal etwas gegessen? Elffi wusste es nicht.
„Mhhh, das schaut aber lecker aus. Aber ich glaube nicht, dass das für uns beide reicht“, sagte Elffi ein bisschen enttäuscht. Das was Philine da mitgebracht hatte, war ein winzig kleines Feenessen.
„Ach das, das haben wir gleich“, kicherte Philine. Sie sog ihren Zauberstab hervor und schwenkte ihn einmal über das Essen.
„So, da hast du dein groooßes Frühstück!“
Elffi staunte, das Essen war zur doppelten Größe gewachsen. Hungrig machten sie sich darüber her, für Philine war auch noch etwas übrig.
„Jetzt müssen wir aber weiter“, sagte die kleine Fee. „Wir haben durch diese Nacht eh schon viel zu viel Zeit vergeudet.“

Philine flog wieder vor Elffi her.
„Wie weit ist es denn noch?“, fragte Elffi, als sie schon mehrere Stunden unterwegs waren.
„Wir haben es nicht mehr weit“, sagte Philine.
Plötzlich hörte der Wald auf und gab den Blick auf ein wunderschönes Tal frei.
„Herzlich willkommen "Unter dem Regenbogen," das ist mein zuhause, hier wohnen wir.“
Von der Sonne geblendet, blinzelte Elffi.
Neugierig blieb sie stehen. So etwas Schönes hatte sie noch nie gesehen, dieses Tal war zu schön, um wahr zu sein. Ein kleines Bächlein plätscherte lustig ins Tal hinunter. Mal da mal dort flogen Schmetterlinge herum, wunderschöne Blumen wuchsen überall. In der Ferne hörte sie einen Vogel eine zauberhafte Melodie singen.
„SCHAU“, Philine streckte ihre Arme weit in den Himmel. Elffi sah nach oben und staunte. Über das ganze Tal spannte sich ein farbenprächtiger hell leuchtender Regenbogen. Voller Erfurcht, war die kleine Elfe auf der Erde gelandet, um sich zu verneigen. Leise flüsterte Philine ein Gebet.
Elffi sah ihr verwundert zu: „Was machst du da?“
Philine stand wieder auf. Dieser Regenbogen ist unsere Energie Quelle. An beiden Seiten kann man sich darunter stellen und Energie bekommen. Du wirst sehen und staunen. Wart' es nur ab!“
Elffi lies ihren Blick über das ganze Tal schweifen. In der Mitte konnte sie ein kleines Dorf sehen.
„Wohnst du dort?“, fragte Elffi die kleine Fee.
„Nein, nein“ lachte Philine. „Dort wohnen die Elben, wo ich dich jetzt hinbringe. Die Häuser sind viel zu groß für uns.“
Philine flog weiter in Richtung des kleinen Dorfes und Elffi folgte ihr.

@Copyright: Carolin Eva Weiss

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08.02.2008 22:25
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Ottilie machte sich große Sorgen um ihre Tochter. Zwei Tage war es nun schon her, dass sie den Zettel auf dem Tisch gefunden hatten. Seitdem hatte sie Nachts kein Auge mehr zu bekommen.
Was hatte ihre Tochter nur vor?
Ottilie saß am Küchentisch und hatte den Kopf auf ihre Hände gestützt. Alwin stand neben ihr, er hatte eine Hand auf ihrer Schulter liegen.
„Irgend etwas müssen wir doch tun?“, seufzte sie. „Ich mache mir solche Sorgen um Elffi, wenn ihr etwas passiert …“ Voller Angst schaute sie zu Alwin hoch.
„Pass mal auf!“, sagte er. "Warte einen Augenblick.“ Er drehte sich um, und verließ eilig das Haus. Kurz darauf kam er wieder, mit Malwin und Thilo zurück. „So, setzt euch, ich und Ottilie haben etwas mit euch zu besprechen. Wir können hier nicht tatenlos, rumsitzen und warten bis Elffi nach Hause kommt. Deswegen habe ich mir gedacht, dass ihr beide zur Waldlichtung geht, und schaut ob ihr sie dort findet."
„Jetzt sofort?“, fragte Malwin.
„Ja, jetzt gleich, natürlich! Wir machen uns große Sorgen um Elffi. Sie kennt den Wald gut, aber er ist voller Gefahren und voller wilder Tiere.
Ottilie war davon nicht sehr begeistert. "Wo sollte das hinführen, wenn ihre beiden Söhne auch nicht mehr nach Hause kamen?", Ottilie schluchzte auf. Tränen liefen ihr die Wange herunter.
Tröstend legte ihr Alwin die Hand auf die Schulter: „Wein doch nicht. Du wirst sehen, alles wird wieder gut!“ Zärtlich strich er ihr die Haare aus dem Gesicht.
„Du hast Recht! Weinen hilft hier auch nicht weiter." Sie atmete tief durch und stand auf. „Ihr werdet bestimmt Hunger bekommen!", sagte sie. “Ich gebe euch noch einen Rucksack mit Proviant mit.“ Als sie fertig war, drehte sie sich zu ihren Söhnen um.
„Wir sind spätestens in zwei Tagen wieder Zuhause!“, sagte Thilo. Er ging zu seiner Mutter und gab ihr einen Kuss auf die Wange: „Machs gut.“
Malwin nahm den Rucksack aus den Händen seiner Mutter und schulterte ihn. „Mach dir bitte keine zu großen Sorgen, ja!“, sagte er leise zu ihr. „Uns passiert nichts. Den Weg zur Waldlichtung kenne ich in - und auswendig. Er lächelte ihr aufmunternd zu. „Hm, das wird schon.“ Zu Thilo gewandt sagte er: „Komm, gehen wir!“

Malwin war nervös. Es konnte doch nicht sein, dass sie sich verlaufen hatten? Sie irrten jetzt schon seit einigen Stunden durch den Wald. Immer wieder sog Malwin die Luft ein. Zum wievielten Mal schon? Er wusste es nicht.
„Da ist irgendetwas passiert“, jammerte Thilo. „Die Luft müsste nur so voller Blumenduft sein.“ Er war den Tränen nahe.
„Komm lass uns eine Pause machen“, sagte Malwin. „Das bringt doch nichts!“
Erschöpft lehnte Thilo sich an den nächstbestem Baum. Hungrig biss er in sein Brot. Malwin setzte sich neben ihn und nahm sich auch eins.
„Vielleicht sollten wir nicht mit der Nase suchen", überlegte Thilo.
„Ja da könntest du Recht haben“, antwortete Malwin. „Lass uns doch hier übernachten und am Morgen weitersuchen.“ schlug er vor.

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09.02.2008 15:42
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Müde öffnete Thilo seine Augen. Kalter Regen tropfte ihm ins Gesicht. Sein ganzer Rücken tat höllisch weh. Vorsichtig setzte er sich auf.
„Tolle Idee, hier im Wald zu übernachten!“, stöhnte er. "Oh Mist, wie das regnet!“
Thilo stand auf und streckte sich ausgiebig. Langsam ließen die Schmerzen im Rücken nach. Er rüttelte seinen Bruder wach.
„Hey Malwin, aufstehen!"
„Schon gut, ich bin schon wach, gib mir noch ein paar Minuten!“
Thilo verdrehte die Augen. „Mann, steh auf, es regnet und wir müssen weiter!"
Mit einem Ruck stand Malwin auf „Bist du jetzt zufrieden, Bruder?", witzelte er.
„Was ist mit deinem Rücken? Tut dir der nicht weh?", fragte Thilo verwundert.
„Nein. Ich bin das von der Wanderschaft noch gewöhnt, da hat man nicht jede Nacht ein Dach über dem Kopf. Deiner wohl schon, was?“ grinste Malwin.
Thilo drehte sich nicht sagend um.
„Na dann mal los“, sagte Malwin fröhlich. "Lass uns diese verflixte Lichtung suchen.“
Jetzt, wo es hell war, konnten sie sich viel besser orientieren. Den Blumenduft rochen sie aber immer noch nicht. Während sie liefen, aß jeder von ihnen ein Brot. Der Regen hatte zugenommen. Von den Bäumen klatschten dicke Tropfen auf sie nieder.
„Toll toll...ganz toll!“ schnaufte Malwin. „Jetzt werden wir auch noch von oben bis unten nass!"
Thilo hob den Kopf. Durch die Bäume schien helles Licht.
„Wir habe die Lichtung gefunden!“, rief er erfreut. „Komm lass uns das letzte Stück rennen!"
Voller Freude und laut jubelnd, endlich ihr Ziel erreicht zu haben, liefen sie beide eilig auf die Lichtung zu.
Auf der Lichtung angekommen, blieben sie stehen. Entsetzten spiegelte sich auf ihren Gesichtern. Jetzt wussten sie, warum sie kein Blumenduft gerochen hatten! Denn keine einzige Blume blühte mehr auf der Lichtung.
„Hääää, was ist den hier los?“, keuchte Thilo.
Malwin ging langsam weiter. „Wer konnte so etwas tun? Die ganzen schönen Blumen!“
Fassungslos schaute er sich um.
„Hier muss etwas Schreckliches passiert sein!“ schluchzte Thilo.
Auf dem Boden bot sich ihnen ein Bild der Verwüstung. Alle waren sie verwelkt oder zerstört. Der Regen hatte mittlerweile noch mehr an Stärke zugenommen, es rauschte geradezu wie ein Wasserfall.
„Wir müssen hier weg!“ schrie Malwin durch den Regen. Im Laufschritt liefen sie über die Lichtung. Es regnete so stark, das sie die andere Seite der Lichtung nicht sehen konnten.
Plötzlich tauchte aus dem Regen eine Gestalt auf. Hektisch winkte sie den beiden zu.
„Hier, hierher!“, rief sie. Thilo und Malwin hielten inne, wandten sich um und liefen zu der Gestalt. Zu ihrer Verwunderung war es ein alter Mann mit langem Bart.
„Wer seid ihr?“, fragte Malwin verwirrt. Was machte der Alte bei diesem Wetter in dieser Gegend?
Thilo registrierte verwundert, dass der Alte merkwürdig gekleidet war. Ein langer violetter Mantel, mit hell funkelnden Sternen darauf. Er hatte einen sonderbaren Stab dabei. An der Spitze des Stabes, war ein blitzender Smaragd befestigt. Plötzlich blieb der Alte stehen.
„Kommt erst mal ins Trockene, dann können wir reden!“, entgegnete dieser gelassen. „Mein Name ist Eusebius!“
Der Alte war vor einem großen kahlen Fleck auf dem Boden stehen geblieben. Der Regen hatte mittlerweile so an Stärke zugenommen, dass es regelrecht wehtat. Alle waren sie bis auf die Haut durchnässt. Der Alte sagte kein Wort, er starrte konzentriert auf eine Stelle auf dem Boden.
Zitternd vor Kälte sagte Malwin: „Warum bleiben wir stehen?“ Der Alte reagiert nicht.
Plötzlich tauchte aus dem nichts eine Hütte vor ihnen auf. Die angestrengte Konzentration fiel von dem Alten ab. Dann drehte er sich zu den beiden um und zwei fassungslose Gesichter schauten ihm entgegen. Der Alte lächelte sie an.
„Das muss euch sehr unheimlich vorkommen, aber habt keine Angst! Kommt erstmal mit rein, dann erkläre ich euch alles.“

@Copyright: Carolin Eva Weiss

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09.02.2008 15:51
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Hallo, Ihr dürft ruhig zu meiner Geschichte etwas sagen. brueller Aber nur, wenn es Euch auf dem Herzen liegt!

Konia


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Na was soll man da sagen, macht Spaß sie zu lesen und man fühlt wie frei und verzaubert deine Fantasie ist, das ist toll.

Hoffe mehr lesen zu dürfen wenn du weiterkommst knuddeln

Alles Liebe
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09.02.2008 21:50 Josua ist offline E-Mail an Josua senden Homepage von Josua Beiträge von Josua suchen Nehmen Sie Josua in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Josua in Ihre Kontaktliste ein
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Die kleine Hütte war sehr gemütlich eingerichtet. Wohlige Wärme schlug ihnen entgegen. Im Kamin knisterte ein hell loderndes Feuer, vor dem Kamin lag ein weiches Schaffell. An den Wänden hingen reich verzierte Kerzenhalter, in jedem davon brannte eine weiße Kerze. Neben dem Kamin hingen an einem Hacken trockene Kleider und drei Regenmäntel. In der Mitte der Hütte stand ein kleiner Tisch mit drei Stühlen. Auf den Stühlen lagen weiche Kissen aus Samt und auf dem Tisch standen eine Teekanne und für jeden von ihnen eine dampfende Tasse Tee.
Erstaunt schauten sich Malwin und Thilo in dem kleinen Raum um. Die Atmosphäre war sehr einladen warm und gemütlich. Sie konnten es nicht glauben, genau alles das, was sie jetzt am Nötigsten brauchten, das war in diesem Raum.
Eusebius stand am Kamin und wärmte sich auf. Thilo und Malwin gingen zu ihm herüber.
„Wie ist das möglich, wie hast du das gemacht?“, fragte Thilo verwirrt. Die Wärme des Kamins drang durch seine nassen Kleider.
„Zieht erstmal eure nassen Kleider aus!“, riet ihnen Eusebius gutmütig.
Als sie sich alle umgezogen hatten, setzten sie sich an den kleinen Tisch. Schweigend nippte jeder an seiner heißen Tasse Tee. Eusebius setzte seine Tasse ab und schaute die Brüder freundlich an. Ein Lächeln umspielte seine Lippen. Seine Augen waren warm und freundlich.
„Jetzt ist es an der Zeit, dass ihr Antworten bekommt! Einiges wird euch neu sein. Aber lasst mich erst einmal erzählen.“ Eusebius nahm einen großen Schluck aus seiner Tasse und begann zu reden.
„Ich bin der Hüter dieser Lichtung. Viele Jahre lebe ich hier schon alleine. Mein Aufgabe ist es, darauf aufzupassen, dass unerwünschte Wesen diese Lichtung nicht betreten.“
Erstaunt schaute Thilo Eusebius an. „Wie ist das möglich, du bist nur alleine und dazu auch noch alt?“
Leise lachte Eusebius in seinen Bart.
„Was ist daran so komisch?“, fragte Thilo ein wenig beleidigt.
Mit einem schelmischen grinsen, sagte Eusebius. „Ihr müsst wissen, dass ich kein gewöhnlicher alter Mann bin! Ich habe ein paar Zaubertricks auf Lager, die ungebetene Gäste schnell wieder gehen lassen. Hier, diese Hütte ist einer meiner Tricks. Ich kann sie an dieser Stelle erscheinen lassen und sie so einrichten wie ich es möchtel!“ Er verstummte, dann sprach er weiter: „Nun weiter, hört mir genau zu, es ist sehr wichtig! Und bitte unterbrecht mich nicht!“ Er schenkte sich noch etwas Tee ein und fuhr fort zu sprechen. „Ich bin genauso wie du Thilo ein Zwillingskind. Meine Schwester Velirabell habe ich schon lange Zeit nicht mehr gesehen. Jetzt ist es dafür zu spät, sie ist vor einigen Wochen gestorben!“ Er seufzte tief: „Diese Lichtung ist nicht das, wie sie scheint – Eine Lichtung! Sie ist etwas viel Größeres und Bedeutenderes. Etwas, das ich euch jetzt aber noch nicht sagen kann, es würde euch nur noch mehr verwirren.“
Sein Blick richtete sich auf Malwin. Traurig schaute er ihn an. „Es tut mir leid, aber an dieser Stelle muss ich dich entlassen. Was ich jetzt zu sagen habe, geht nur Thilo etwas an. Deswegen musst du ohne ihn nach Hause gehen.“ Die letzen Worte die Eusebius sprach, waren ein Befehl.
Malwin stand zögernd auf. „Wann wird er nachkommen?“, fragte er besorgt.
„Das weiß ich jetzt noch nicht, aber du kannst dich darauf einstellen, dass du ihn eine lange Zeit nicht sehen wirst. Es tut mir leid, aber ich kann dir jetzt nicht sagen, was wir vorhaben ..... richte deinen Eltern aus, das es Elffi gut geht, macht Euch keine Sorgen, sie ist guten Händen."
Fragen schaute ihn Malwin ins Gesicht, er wollte ansetzen und etwas sagen, doch Eusebius dreht ihm den Rücken zu und ging zum Kamin.
Er drückte Malwin einen der Regenmänte in die Hand. „Hier, den kannst du gut gebrauchen! Den Weg nach Hause kennst du ja!“
Malwin wusste nicht, was er sagen sollte. Sich gegen den Alten zu stellen und zu protestieren, das hatte anscheinend nicht viel Sinn! Eusebius war zu stark, das fühlte er sehr intensiv. Er zog achselzuckend den Regenmantel an und schnallte sich den Rucksack auf den Rücken. „Machs gut, kleiner Bruder und mach mir keinen Ärger!“ Traurig wuschelte er mit der Hand über Thilos Kopf.
Thilo schaute ihn zerknirscht an. Er wollte nicht alleine mit Eusebius bleiben! „Machs gut..." flüsterte er mit hängenden Schultern.
Eusebius öffnete die Tür und verabschiedete Malwin. Draußen regnete es immer noch in Strömen.

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10.02.2008 13:17
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Eusebius schloss die Tür.
Er ging zum Tisch und setzte sich. Verlegen schaute Thilo ihn ins Gesicht. Er wusste nicht was er sagen sollte, obwohl ihm eine Menge Fragen durch den Kopf spukten. Woher wusste Eusebius, dass er ein Zwilling war? Was wollte er von ihm? Wo war Elffi?
Als ob er seine Gedanken lesen konnte, sagte Eusebius. „Du bekommst deine Antworten, doch erst einmal muss ich dir etwas zeigen. Sogleich stand er auf, ging zur Türe und öffnete sie. Er langte in seiner Tasche und nahm eine aus Holz gefertigte Pfeife heraus. Ein helles Pfeifen ertönte, als er in sie hineinließ. Thilo schaute ihm verwundert zu. Dann hörten sie einen Schrei. Ein durchnässter Falke landete auf Eusebius Arm. Erstaunt starrte Thilo zu den Falken rüber, so einen Vogel, hatte er noch nie gesehen. Eusebius kam zurück und setzte den Falken auf den Tisch, der sich ausgiebig schüttelte.
„So das ist Feuerschwinge. Ein männlicher Falke, sagte er. Thilo saß noch immer staunend da und starrte den Falken an. Der Falke war anders, und auch wieder nicht. Natürlich war es deutlich zu erkennen, dass er zu der Spezies Falken gehört, - aber so einen hatte er noch nie gesehen. Smaragdgrüne Augen durchdrangen ihn. Das Gefieder des Falken war strahlend weiss, ein Leuchten ging davon aus. Seine Schwingen waren jedoch Feuerrot.
„Dies ist ein besonderer Falke“, sprach Eusebius. „Mit ihm kannst du Botschaften mit deiner Schwester austauschen. Wie du das machst erfährst du später.“
„A...a...aber.“ stotterte Thilo. „Ich verstehe noch immer nicht, was du von mir willst?“ Feuerschwinge kam langsam näher, seine Smaragdgrünen Augen musterten ihn neugierig.
„Ich verstehe dich ja, mir ging es da nicht anders“, versuchte ihn Eusebius zu beruhigen. „Du bist ausgewählt, der neue Hüter dieser Lichtung zu werden. Ich bin alt, ich habe die Mitte meines Lebens schon lange überschritten. Bald werde ich nicht mehr da sein, dann wirst du das Amt des Hüters übernehmen.“
Thilo sprang auf. „WAS“, er konnte es nicht fassen. „Wer hat mich ausgewählt und warum gerade ich?“, schrie er. In seinen Kopf überschlugen sich die Gedanken, er musste hier weg, der Alte war doch verrückt. Ruckartig drehte er sich um und riss den Regenmantel vom Haken. Weiter kam er nicht, eine warme, starke Hand legte sich auf seine. „Lass mich los“, schrie Thilo verzweifelt.
„Erst, wenn du mir versprichst nicht wegzugehen.“, sagte Eusebius mit ruhiger Stimme. „Du kannst dich gegen dein Schicksal nicht stellen. Es ist nicht seit heute beschlossen, dass du Hüter dieser Lichtung wirst. Sondern als du geboren wurdest, warst du schon der Hüter. Du bist als Hüter geboren! Bitte setze dich wieder hin und höre mir zu, ich habe dir noch Einiges zu sagen.“
Ein Schluchzer kam über Thilos Lippen. Dicke Tränen kullerten ihm über seine Wangen. Mit zitternden Knien ging er zum Tisch und setzte sich auf seinen Stuhl.
„Hier nimm“, sagte Eusebius mit weicher Stimme und reichte ihm ein Taschentuch.
Mit einem Satz landete Feuerschwinge auf Thilos Schulter. Liebevoll knapperte er an seinem Ohr. „He“, flüsterte Thilo, „das kitzelt!“ Zögernd strich er mit der Hand über das Federkleid des Falken. Feuerschwinge stieß sich ab und flatterte an die Decke hinauf, dort setzte er sich auf einen der Dachbalken und sah ihnen zu. Thilo wischte sich die letzten Tränen von den Wangen.
Eusebius setzte sich. „Es tut mir leid, dir das Alles anzutun, aber ich kann nicht anders. Mir fällt es auch schwer, das musst du mir glauben!
Dir sind bestimmt die Augen von Feuerschwinge aufgefallen“ Eusebius griff hinter seinen Nacken und holte unter seinen Gewand ein Lederband mit einem Smaragd daran hervor. Er reichte Thilo das Schmuckstück. Überrascht nahm er es staunend in seine Hände. Der Smaragd leuchtete in vielen verschiedenen grünen Tönen, er hatte die Größe von einem Hühnerei. Auf der einen Seite war er glatt geschliffen die andere Hälfte fehlte. Der Smaragd war in der Mitte zerbrochen. „Früher musste es ein sehr schöner Stein gewesen sein“ sagte Thilo. „Wo ist die andere Hälfte?“
„Die wird deine Schwester tragen - erwiderte Eusebius. „Dieser Stein trägt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in sich, er unterstützt dich.“

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11.02.2008 19:07
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Eusebius holte aus seiner Tasche eine Holzschale. Er ging zu Türe hielt die Schale einen Moment in den Regen und kam an den Tisch zurück. „Komm zu mir, ich zeige dir etwas“ sagte er.
Thilo stand auf und stellte sich neben ihn.
Eusebius nahm den Smaragd und hielt ihn in die mit Wasser gefüllte Holzschale. Gebannt schaute Thilo Eusebius zu. Plötzlich entstanden auf der Wasseroberfläche kleine Wellen. Thilo rutschte noch ein Stückchen näher, um besser sehen zu können. Fasziniert schaute er dem Geschehen zu. Die kleinen Wellen lösten sich auf und am Boden der Schale war ein Bild zu erkennen. Vor Überraschung weiteten sich seinen Augen, in der Schale konnte er Elffi sehen. Sie ging gerade einen steilen Hang hinab. Er konnte nicht erkennen, wo sie war.
„Deine Schwester ist gerade in "Unter dem Regenbogen" angekommen.“, sprach Eusebius. „Du siehst, es geht ihr gut.“ Er zog den Smaragd aus der Schale und legte ihn Thilo um den Hals. „Trage diesen Stein immer an deinem Herzen. Er gibt dir nützliche Ratschläge ein! Dieser Stein ist mit einem Zauber belegt. Du kannst damit an andere Orte schauen. Wenn du eine bestimmte Person oder ein Ort sehen willst, dann musst du dir diese Person oder den Ort ins Gedächtnis holen und ganz fest daran denken. Tauche den Stein in das Wasser und du kannst es sehen. Mit den Augen des Falken ist es nicht anders, wenn du Elffi eine Botschaft schicken willst, dann lege dem Falken den Stein zwischen die Augen, denke fest daran, was du Elffi übermitteln willst. Danach schickst du Feuerschwinge zu ihr. Wenn er bei ihr ist, hält sie ihren Stein auch wieder zwischen die Augen von Feuerschwinge und kann somit deine Botschaft in ihrem Kopf hören. Nun weisst du warum dieser Falke so besonders ist! Pflege und liebe ihn gut!“ Er räusperte sich. „Nun habe ich aber genug geredet, es ist jetzt an der Zeit aufzubrechen. Wir machen uns auf, zum Tal "Unter dem Regenbogen!" Es ist noch ein weiter Weg, dort werden wir uns mit Leifur und anderen Wesen treffen. Leifur hat euch noch viel zu sagen.“
Von dem Tal "Unter dem Regenbogen" hatte Thilo noch nichts gehört. Eusebius gab ihm den Regenmantel. Feuerschwinge landete auf Thilos Schulter. „Willst du auch mit?“, fragte er. Als Antwort rieb der Falke seinen Kopf an seiner Backe.
Eusebius öffnete die Tür und sie gingen in den Regen hinaus. Hinter ihnen löste sich das Haus in Luft auf.

.....Ich hoffe, es gefählt Euch meine Geschichte - bis jetzt. knuddeln ...

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11.02.2008 20:06
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Beim Lesen in dein Land der Fantasie abzutauchen ist wirklich entspannend knuddeln

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11.02.2008 20:39 Josua ist offline E-Mail an Josua senden Homepage von Josua Beiträge von Josua suchen Nehmen Sie Josua in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Josua in Ihre Kontaktliste ein
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Elffi blieb erstaunt stehen, überwältigt sah sie sich um. So etwas hatte sie noch nie gesehen. Was für eine Landschaft! Schnaufend wischte sie sich den Schweiß von ihrer Stirn.
Wo war sie hier nur gelandet? Sie konnte es noch immer nicht so ganz realisieren. Hoffentlich machten sich ihre Eltern keine allzu großen Sorgen um sie. Eine leichte Berührung an ihrer Schulter, schreckte sie aus ihren Gedanken.
„Komm, komm wir müssen weiter!“ maulte die kleine Fee und flog ungeduldig um Elffis Kopf herum.
Zögernd setzte Elffi ihren Weg fort. Ihre Augen konnten sich an dieser Landschaft nicht satt sehen. Immer wieder blieb sie stehen, um etwas genauer zu betrachten. Philine wurde davon schon reichlich ungeduldig. Die Sonne stach ihr in die Augen, es war sehr heiß. Eilig liefen sie auf die weißen Häuser zu.
Philine blieb vor der Tür mit schwirrenden Flügen stehen. „Kannst du bitte anklopfen“, bat sie Elffi.
Vorsichtig trat Elffi näher an die Tür heran, das Herz schlug ihr bis zum Hals. Zaghaft klopfte sie an. Nervös biss sie auf ihren Fingernägeln rum.
Da öffnete sich die die Tür.
„Hallo Philine“, begrüßte sie ein stattlicher Mann.
Elffi riss ihre Augen weit auf, fassungslos starrte sie ihm ins Gesicht. Ihre Lippen fingen an zu zittern, sie konnte sich von dem Antlitz des Mannes nicht lösen. Neugierig inspizierten ihre Augen ihn. Er musste mindestens um die 2 Meter groß sein. Das hellblaue Gewand, das er trug reichte ihm bis zu den Füßen. Um seine Tallie lag ein goldener Gürtel, sein langes, blondes Haar fiel in Kaskaden seinen Rücken herunter. Spitze Ohren lugten darunter hervor. Seine blauen Augen blickten zu ihr herunter. „Du musst Elffi sein?“, sagte er mit einer wohlklingenden Stimme. Elffi stand wie versteinert da, und starrte den Mann immer noch mit weit geöffneten Augen an. Ein Piepsen kam über ihre Lippen.
„Herzlich Willkommen, ich bin Leifur, dies ist mein Haus. Du brauchst keine Angst vor mir zu haben“, sagte der Mann zärtlich. „Komm doch rein, fühl dich wie zuhause.“ Vorsichtig nahm er ihre Hand in seine.
„Ich flieg dann mal nach Hause“, sagte Philine zu Elffi.
„A…a...Aber“, stotterte Elffi.
„Mach dir keine Sorgen, du bist hier gut aufgehoben.“ Ein kurzes Lächeln, und Philine flog davon.

Leifur bat sie, sich zu setzen. Elffi sah sich mit ungläubigen Augen um, so wie sie es beurteilen konnte, musste dieser Leifur ein hohes Amt innehaben. Ein prächtiger Wandschrank stand auf der anderen Seite des Raumes. Daneben war eine Tür, die in ein Nebenzimmer führte, sie war verschlossen. Elffi ließ ihren Blick durch das Zimmer schweifen. An der Decke hing ein riesiger, goldener Kronleuchter, mit vielen hell erleuchteten Kerzen. Ihr Blick schweifte zu dem Tisch, der in der Mitte des Raumes stand. Vier Stühle standen darum. Weinrote Kissen lagen darauf.
Elffi wollte sich gerade setzen, als es klopfte. Leifur ging zur Tür und öffnete sie. Herein kamen ein Mann und eine Frau, sie begrüßten ihn herzlich.
Alle drei kamen sie zu Elffi herüber.
„Hallo ich bin Sibba“, sagte die Frau freundlich. Sibba reichte Elffi ihre Hand „und das ist mein Mann Finnbogie. Du musst Elffi sein!“
Elffi wunderte sich, dass alle wussten wer sie war, nur sie hatte keine Ahnung. Beide waren sie wie Leifur sehr groß und hatten spitze Ohren. „Ah, hallo“, sagte sie verlegen. Schweigend sahen sie sich an.
„Nun - dann setzt euch doch“, sagte Leifur in die Stille.
Sie setzten sich. Leifur stand auf und ging zum Wandschrank. Elffi konnte nicht erkennen, was er da tat.
Dann kam er zurück und legte Elffi einen Smaragd an einem Lederband in ihre Hände. Auf den Tisch stellte er eine kleine Holzschale mit Wasser. Er erklärte ihr, was es mit dem Smaragd und der Schale auf sich hatte. An dem Punkt, wo er ihr demonstrierte, wie der Smaragd zu gebrauchen war, hörte sie ihm fasziniert zu. Als Leifur fertig war, legte er ihr den Stein um den Hals. Elffi berührte ihn leicht, und schob ihn unter ihr Kleid. Leifur setzte sich und nickte Finnbogie unmerklich zu.
Finnbogie stand auf, und reichte Elffi seine Hand. „Komm,“ sagte er „ich zeig dir etwas.“

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12.02.2008 09:12
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Je weiter Eusebius und Thilo sich von der Lichtung entfernten, desto schwächer regnete es. Irgendwann hörte es ganz auf und es wurde zunehmend wärmer. Die Sonne stand hoch am Himmel. Durch den dunklen dichten Wald kam nur wenig Licht und Wärme hindurch. Schweigend stapften sie weiter.
Feuerschwinge hatte es sich auf Thilos Schulter bequem gemacht, er klammerte sich schutzsuchend an ihm fest. Thilo ging behutsam durch den Wald, damit die tiefhängenden Äste den Falken nicht von seiner Schulter rissen.
Ab und zu lächelte Eusebius Thilo aufmunternd zu. Beide wussten nicht, was sie sagen sollten, deswegen hielten sie lieber den Mund.
Nach einer geraumen Zeit des mühsamen Wanderns durch den dichten Wald blieb Eusebius stehen. Er schaute sich um, als ob er etwas suchte.
Thilo schnaufte schwer; das lange Wandern war er nicht gewöhnt. Er durchbrach das Schweigen und sagte: „Können wir uns setzen? Ich brauch mal 'ne Pause.“
Eusebius grinste. „Ich habe mich schon gefragt, wann du das sagst.“ Bevor Thilo darauf etwas sagen konnte, sprach Eusebius schon weiter.
„Spar dir dein Atem, du brauchst ihn noch“, kicherte er. “Komm setzt dich, du hast doch Hunger!“
"Das kann ja heiter werden", dachte Thilo. Gehorsam setzte er sich.
Eusebius hatte vorausschauend mehrere Brote mitgenommen, die er jetzt auspackte. Dann ließen sie es sich schmecken. Gestärkt von der Ruhe und den Broten machten sie sich - nach der Rast - wieder auf den Weg.
Der Wald wurde ein wenig lichter, das erleichterte das Laufen und sie kamen gut voran.
Plötzlich krachte und knackte es so laut, das es durch den ganzen Wald hallte. Dann gab es einen Schlag, dass die Erde erbebte.
Erschrocken blieb Thilo stehen: „Was war denn das? Hat sich fast so angehört, als wäre ein Baum umgefallen!“
Eusebius war weiter gegangen, so als kümmerte ihn das nicht und Thilo lief ihm hinterher, um ihn nicht zu verlieren. „Hast du das nicht gehört?“, fragte er noch einmal.
Eusebius räusperte sich. „Doch", sagte er. „Hab ich. Und es tut mir in der Seele weh.“ Unauffällig wischte er sich über die Augen. Doch Thilo hatte schon mitbekommen, dass Eusebius weinte.
„Der Wald stirbt. Nur Du und Deine Schwester können es aufhalten. Deswegen sind wir aufgebrochen nach "Unter dem Regenbogen". Dort wirst Du deine Schwester wieder sehen. Elffi und du, ihr habt noch einen weiten, gefährlichen und steilen Pfad vor euch.“ Eusebius lief zügiger, denn er wollte vor Sonnenuntergang dort sein.
12.02.2008 12:38
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.... So ihr liebe, ab jetzt wird spannender!



Elffi nahm Finnbogie’s Hand und stand auf. Auch Sibba erhob sich von ihrem Stuhl. „Ich komme mit.“ sagte sie mit einem freundlichen Lächeln zu Elffi.
Zu dritt verließen sie das Haus.
Draußen war es deutlich kühler geworden, es ging langsam auf den Abend zu. Sibba, Finnbogie und Elffi waren hinter das Haus gelaufen. Direkt hinter dem Haus war ein Unterstand. Darum war ein Zaun mit Holzlatten gezogen. An den frischen Spuren im Sand konnte Elffi erkennen, dass der Unterstand noch benutzt wurde. Das Tier, das darin wohnte, sah sie aber nirgends. Elffi war stehen geblieben, um sich alles anzusehen. Sibba und Finnbogie standen neben ihr. „Komm gehen wir weiter“, sagte Finnbogie. „Komm... du wirst staunen!“, schelmisch grinste er Elffi zu.
Hinter dem Unterstand erstreckte sich eine weitläufige Koppel. Rechts in der hinteren Ecke war einen Baumgruppe zu sehen. Elffis Blicke glitten erwartungsvoll über die Koppel. Dann steckte Finnbogie seine Finger in den Mund und pfiff.
Vom Ende der Koppel, da wo die Bäume standen, kam sogleich eine Antwort. Ein weißes, wildes, ungezähmtes Pferd raste auf sie zu. So kam es Elffi zumindest vor. Wild schüttelte es seinen Kopf und schlug mit den hinteren Hufen aus. Bei ihnen angekommen, schlug das Pferd seine Hinterbeine in den Boden und hielt in einer Staubwolke an. Majestätisch stand es mit erhobenem Kopf da und schnaubte laut. Elffi und die beiden Elben blickten dem Pferd erfurchtsvoll entgegen. Eine Reinheit und Liebe strahlte aus diesem Pferd heraus.
„Ja, das ist Mondperle.“ Sagte Finnbogie. „Sie war eines Tages da, keiner weiss woher sie kommt und was sie will. Sie hat einmal zu Sibba gesprochen, ihre Worte waren: „Nennt mich Mondperle.“
Elffi zitterte, magisch zog es sie zu diesem Pferd. Sie wusste nicht warum, nur das ein innerer Drang da war. Finnbogie machte das Tor auf, und Mondperle kam heraus. Zärtlich strich Finnbogie über den Hals des Pferdes, langsam kam es näher an Elffi heran. Es senkte seinen Kopf und stupste Elffi leicht in den Bauch. Jetzt erst nahm sie das Tier richtig wahr. Oh, das ist ja riesig, schoss es ihr durch den Kopf. Elffi betrachtete das schöne Pferd noch genauer. Vorsichtig, um Mondperle nicht zu erschrecken, ging sie an ihre Schulter heran. Und stockte ... Ungläubig starrten ihre Augen auf den Rücken von Mondperle, wo kraftvolle, strahlend weise Flügel lagen. „Ein geflügeltes Pferd.“
„Ja!“ antwortete Finnbogie. Wir haben uns gedacht, dass ihr beide gut zueinander passt. Wir übergeben sie dir und Thilo. Macht mit ihr was ihr wollt. Doch geht liebevoll und achtsam mit ihr um.
12.02.2008 21:48
Konia
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An einem Abhang, der ins Tal herunter führte, blieben sie stehen. Die letzten Strahlen der untergehenden Sonne waren noch zu sehen.
„Komm … gehen wir runter solange wir noch ein wenig Licht haben.“ Eusebius ging voraus, damit er im Notfall Thilo abfangen konnte, falls dessen Kräfte ihn verließen.
Nach einer mühsamen Kletterpartie kamen sie unten an. Eusebius steuerte auf eine kleine Häusergruppe zu. Thilo schleppte sich mit letzter Kraft hinter ihm her. Vor der Türe eines der weiß gestrichenen Häuser blieb er stehen.
Sogleich öffnete sie sich und Leifur trat heraus.
„Oh … Hallo Eusebius, du bist ja schon da. Und den Jungen hast du auch gleich mitgebracht.“ Er klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. „Kommt doch rein und stärkt euch, ich habe einen leckeren Kuchen gebacken.“ Freundlich begrüßte er Thilo, der ihn verwirrt anschaute. Sie gingen ins Haus. Thilo ließ sich erleichtert auf einen der Stühle plumpsen. Das ganze Zimmer duftet so köstlich nach dem Kuchen, dass ihnen das Wasser im Mund zusammenlief.
Auf dem Tisch stand eine dampfende Kanne mit Tee, der nach Äpfeln und Beeren roch. Beide schenkten sie sich ein und tranken.
Leifur brachte den frisch gebackenen Kuchen und stellte ihn auf den Tisch. Dazu stellte er eine Schale Kirschen und einen Topf Sahne. „Greift zu, lasst es euch schmecken.“ Hungrig machten sie sich über das köstliche Mahl her. Leifur musste lächeln, es freute ihn, dass es ihnen so gut schmeckte. Er setzte sich zu den beiden und sah ihnen beim Essen zu.
„Oh..... das war gut“, schnaufte Thilo. Satt und zufrieden lehnte er sich zurück.
„Danke, dass du dir die Mühe gemacht hast, für uns einen Kuchen zu backen.“ Eusebius nahm noch einen kräftigen Schluck von dem Früchtetee und lehnte sich dann auch zurück.
Die Haustüre wurde geöffnet. Herein kamen Sibba, Finnbogie und Elffi.
Mit einem Freudenschrei sprang Thilo auf. Erfreut darüber, sich wieder zu sehen fielen sich Elffi und Thilo in die Arme.
„Geht es dir gut?“, fragte Thilo.
„Ja, mit mir ist alles in Ordnung, mir geht gut.“ Erwiderte Elffi. Sie nahm Thilos Hand in ihre und sagte. „Ich habe gerade ein wunderschönes und auch wundersames Tier kennen gelernt. Komm, ich zeige es dir.“
„Das muss leider bis nachher warten.“ sagte Leifur. „Was ich euch beiden noch zu sagen habe, duldet keinen Aufschub. Kommt, setzt euch.“ Schulterzuckend setzten sich die beiden an den Tisch. Auch Leifur setzte sich dazu.
„Ähhhhhm, wir sehen uns dann später.“ Sagte Finnbogie zu Leifur. „Oder brauchst du uns auch dabei?“
„Nein, geht nur, wir sehen uns dann später!“ antwortete Leifur. Sibba und Finnbogie verabschiedeten sich von der Runde und gingen aus dem Haus.
Leifur fuhr sich kurz durch seine Haare und sagte: „So, ich hoffe, es geht euch gut, und ihr habt eure Reise heil überstanden.“ Freundlich lächelte er den beiden zu: „Zu dir Thilo, Eusebius hat dich schon in dein Amt für die Zukunft eingeweiht?“ Fragend schaut er Eusebius an.
„Ja, das haben wir schon hinter uns gebracht“, sagte Eusebius nickend. „Nur das Warum und Wieso weiß er noch nicht.“
„Na, dafür bin ich jetzt da, ich kann euch sagen, es wird nicht leicht für euch werden.“ Leifur holte tief Luft und sprach:

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Konia: 13.02.2008 12:42.

13.02.2008 12:40
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