Freundschaft...
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Freundschaft... |
Angel unregistriert
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Letztens wurde ich gefragt:
"Angel - was denkst du über Abhängigkeit in einer Freundschaft ?"
Darüber konnte ich mich nicht äussern, denn in einer Freundschaft existieren keine Abhängikeiten. ....sollte zumindest so sein..
"Wie finde ich raus, wer meine wirklichen Freunde sind ?"
Die Frage ist nie, WIE man das herausfindet - wir wissen es alle.
Die Frage ist vielmehr: Bin ich bereit, es auch zu sehen ?
Gedankenspiel: Mach doch eine Liste mit allen, die du kennst.
Du wärst überrascht - es sind nämlich viele.
Und nun legen wir wie einst Sokrates ein paar Siebe an:
- Mit wem kann/könnte ich über ALLES sprechen ?
- Wer spricht NIEMALS schlecht über mich hinter meinem Rücken, sondern ist offen und ehrlich zu mir ?
- Wer akzeptiert mich ganz genau so, wie ich bin ?
- Wer verlangt keine Gegenleistung (weil er weiss, er bekommt genug zurück) und hilft mir, wenn er kann ?
- Wer setzt mich nicht unter Druck und versucht erst gar nicht, mich in irgend eine Richtung zu drängen ?
- Wer unterstützt mich bei Entscheidungen, die für mich richtig sind, für ihn aber einen "Nachteil" ergeben ?
Die Anzahl der Siebe ist beliebig erweiterbar.
Nur, wer all diese Eigenschaften erfüllt, ist ein Freund. ..
Alle anderen sind nette Bekannte, Kumpels oder wie auch immer.
Die Frage ist also nicht, wie erkenne ich meine Freunde.
Sie ist vielmehr: Bin ich bereit zu erkennen, dass ich "nur" einen oder zwei echte Freunde habe ?
Bin ich bereit zuzugeben, dass alle anderen auch nette Leute sind - aber keine Freunde ?
Ja, das fällt schwer.
Besonders, weil uns die Werbung beispielsweise erzählt, es genüge eine Packung Chips aufzureissen oder irgend einen Schokokram auf den Designertisch zu stellen - und schon würden die Freunde dutzendweise antanzen ...
("Suddenly all your friends are here" - Werbesong von Crunchips / "Plötzlich sind all deine Freunde da" )
("Wer Küsschen hat, hat Freunde ..." - Werbelied von Ferrero Küsschen *lustigmitsingtrallala*)
"Sind diese Ansprüche nicht zu hoch ?", mag man nun zweifeln.
Meiner Meinung nach sind sie es nicht, denn: Dies sind die Ansprüche, die ich an mein Leben stelle.
Und ich habe nicht vor, ein Leben zweiter Klasse zu führen, denn ich bin nicht irgendwer - und so sind auch meine Freunde nicht "irgendwer".
Zum besten Freund.
Manche kommen auf ein "erschreckendes" Ergebnis, wenn sie ihre Bekannten durchsieben: "Ich habe ja gar keine Freunde."
Wie kann ich das ändern ?
Gar nicht.
Es wird sich von ganz alleine ändern, wenn du erkennst, dass der Grund hier für nicht "in den Leuten", sondern in dir zu finden ist:
Wer keine Freunde hat, der ist auch sich selbst kein Freund.
Wer sich selbst nicht mag, den mögen "andere" nicht.
Bevor du nun deine Bekannten durchsiebst, kümmere dich um die allerwichtigste Person: Dich !!
Bist du dein bester Freund ?
Was kommt dabei raus, wenn du die obigen Fragen AUF DICH anwendest ?
Erst wenn du dein bester echter Freund bist, dann wirst du automatisch auch "andere" Freunde haben.
Und du kommst nicht mehr auf seltsame Fragen über "Abhängigkeit in einer Freundschaft", weil dir klar ist, dass es so etwas gar nicht gibt....
LEBENSWERT ist Freundschaft.
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04.03.2008 04:04 |
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OH Heldchen,
da haste mal wieder ganz genau meine Gedanken zum Thema Freundschaft niedergeschrieben.....
Das unterschreibe ich sofort und ich habe dem auch nichts hinzuzusetzen.
Das Feechen sagt Danke.
__________________ Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt als derjenige, der alle Antworten weiß!
meine neue Homepage - Digitale Kunst und mehr...
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04.03.2008 07:56 |
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Hi Heike,
da geh ich mal sieben, kurz überschlagen, bleibt bestimmt nach Deinen Kriterien keine
Handvoll übrig.
Also heißt es nochmal ans "Eingemachte" und meine innere Einstellung zu mir
überprüfen.
Danke sagt ate
__________________ Verzeihen ist die schwerste Liebe
Albert Schweitzer
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04.03.2008 22:38 |
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Wie werde ich "mein bester Freund"?
__________________ Lebe im Hier und im Jetzt!
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09.11.2008 17:25 |
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Indem Du Dir nicht böse bist, wenn Du zu Dir die Dinge sagst, die Du am liebsten nicht hören und sehen willst und Dich hinterher immer noch gern hast für das, was Du bist...
__________________ Wahrheit ist, was wir fühlen. Nicht was wir denken.
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09.11.2008 18:37 |
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Danke für den guten Rat, Andreas!
Ich finde, die Schwierigkeit besteht darin, nicht nur an "guten" Tagen, "Schlechtes" zu verzeihen...
Warum ist es nur so viel leichter andere Menschen anzunehmen so wie sie sind?
Kennst du ein "Mittel" gegen bzw. zur Abschwächung von Perfektionismus?
__________________ Lebe im Hier und im Jetzt!
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09.11.2008 19:33 |
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Also, alles, was Du an anderen annehmen kannst ist entweder eingeredet, weil Du den gegenüberligenden (also das Gegenteil z.B. fleißig und faul) Teil von Dir ablehnst oder er ist halt ein Teil von Dir, den Du ohnehin magst...
Guck Dir mal einen Penner an, eine Hure, einen geldgeilen Manager, einen hinterlistigen Rechtsanwalt, da kommst' schnell an die Grenzen dessen, was man an anderen gut findet... Aber ich versteh' schon, was Du meinst...
Perfektionismus hat seinen Ursprung. Entweder will man das perfekte Kind für die Eltern sein, oder man will es sich z.B. mit Gewalt so schwer wie möglich machen (vielleicht auch um zu scheitern), damit man sich selbst nicht genügt, weil man Zuhause immer "der Liebling" war und es einen total genervt hat, dass man immer so Klasse war oder was auch immer... Da gibt es ja verschiedene Wege, die man von damals an gehen kann...
Wesentlich ist einfach, zu schauen, wie man wirklich ist und nicht irgendwelchen Bildern hinterherlaufen. Wobei man eben auf das, was man wirklich ist, oft auch falsche und negative Bilder hat. Die gilt es zu erlösen. Keine schnelle und leichte Aufgabe, klar. Aber solange man jetzt kein Mörder ist und den nun in Licht holen will ist es meist gar nicht so schlimm, wenn man sich selbst entdeckt hat. Im übrigen gibt das irre viel Kraft, denn man spart die Kraft, die man sonst aufbringen musste, um das Gerüst/die Fassade aufrecht zu halten...
Also, kopfüber in das, was Du bist und in das, was Du sein willst und warum Du das sein willst und nicht das, was Du bist und zur Entspannung immer mal in Gedanken jemandem einen auf die Schneidezähne hauen. Der Person, die Dir "eingebläut" hat, dass Du anders sein sollst als Du bist. Hauptsache das bist am Ende nicht Du selbst *g*
Soweit...
Gruß
Andreas
__________________ Wahrheit ist, was wir fühlen. Nicht was wir denken.
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09.11.2008 19:47 |
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Vielen Dank Andreas,
Zu deinen letzten Worten:
| Zitat: |
Original von Andreas
Also, kopfüber in das, was Du bist und in das, was Du sein willst und warum Du das sein willst und nicht das, was Du bist und zur Entspannung immer mal in Gedanken jemandem einen auf die Schneidezähne hauen. Der Person, die Dir "eingebläut" hat, dass Du anders sein sollst als Du bist. Hauptsache das bist am Ende nicht Du selbst *g*
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Ich vermute, dass ich im Innern einfach nur Angst davor habe, so zu sein, wie ich wirklich bin oder so zu sein, wie ich sein möchte. Vielleicht weiß ich nicht mal genau, wer, was oder wie ich bin. Mittlerweile ist mir bewusst, dass das an meiner geringen Selbstliebe/Selbstwert liegt. (Ich arbeite daran
)
Liebe Grüße,
Hoffnungsschimmer
__________________ Lebe im Hier und im Jetzt!
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10.11.2008 11:59 |
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Das ist auch völlig normal. So geht es allen. Die meisten tun nur so als wäre es anders oder sie merken es nicht einmal. Sieh es als Chance für Dich, jetzt daran zu arbeiten. Das ist besser als sich etwas vorzumachen oder nichts zu merken...
Tip: Schau Dir Deine Eltern an und finde Dich in ihnen. Du wirst alles finden, auch das, was Du nicht magst. Und schau besonders da hin, wo Du sie nicht magst und was da aus Dir geworden ist und was Du alles dafür tust, um nicht so zu sein wie sie. Diese Arbeit bringt echtes Selbstbewusstsein und wenn Du Dich kennst, dann kannst Du Dich auch lieben und im Spiegel "Du" zu Dir sagen. Wie man das mit guten Freunden so macht *g*
Alles Gute
Andreas
__________________ Wahrheit ist, was wir fühlen. Nicht was wir denken.
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10.11.2008 12:04 |
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